Die Nachricht auf dem Rücken

Sie sitzt auf dem Bett, lehnt sich am Kopfteil an und ihre Beine sind ausgestreckt. Sie liest gerade auf ihrem Kindle, den ich ihr zum Geburtstag geschenkt habe. Eigentlich mochte sie nie E-Book Reader, aber inzwischen findet sie diese angenehm zum Lesen. Beim Lesen trägt sie ihre Brille, die ihr so unheimlich gut steht. Sie trägt mein aktuelles Lieblingsoutfit an ihr. Eine recht enge schwarze Hose und dazu einen dunkelroten Hoodie. Ich stehe am Türrahmen, lehne mich an und beobachte sie lächelnd. Sie ist einfach wunderschön, vor allem wenn sie in ein Buch versunken ist. Ich könnte ewig hier stehen und sie einfach nur ansehen.

Sie blickt auf und schaut mich skeptisch an: „Was ist…?“

„Nichts…ich kann nur nicht aufhören Dich anzuschauen.“

Sie lächelt mich leicht verlegen an.

„Leg Dein Buch und deine Brille zur Seite“ sage ich ihr ruhig, aber deutlich.

Ich sehe, dass sie kurz darüber nachdenkt zu widersprechen. Dann kommt sie meiner Aufforderung doch nach.

„Und jetzt?“ fragt sie mich herausfordernd.

Ich grinse sie an.

„Zieh Dich aus.“

„Und was wenn nicht?“

Es ist so typisch für sie. Immer dieser erste Widerstand, obwohl sie doch genau weiß, dass sie nicht gewinnen kann. Ich schaue sie an, lächle leicht und drehe mich um, verlasse langsam den Raum.

„Wo willst Du denn hin?“

„Nun… Du hörst nicht auf mich, also gehe ich wieder rüber.“

Ich spüre, wie sie mit ihrem Stolz kämpft. Ich mache noch ein Schritt weiter weg.

„Warte… bitte!“

„Hm?“ drehe ich mich um und ziehe eine Augenbraue hoch.

„Ich mache ja schon was Du sagst…“

Ich gehe schnellen Schrittes auf sie zu und greife ihr an den Hals. „Wie heißt das?!“ zische ich ihr zu.

Sie schluckt schwer … „Ich mache, was Du sagst, Miss.“

Ich lockere meinen Griff und gebe ihr einen sanften Kuss.

Ich stelle mich neben das Bett bis sie fertig ist. Sie steht neben mir, komplett unbekleidet und ich mustere sie von oben bis unten. Ich weiß, dass sie das verunsichert.

„Du bist wunderschön.“

„Danke Miss“ sagt sie leise.

Es fällt ihr immer noch schwer Komplimente anzunehmen. Immerhin tut sie es inzwischen, damit sind wir schon einige Schritte weiter als zu Beginn unserer Beziehung.

Ich laufe langsam um sie herum, betrachte ihren wunderschönen Körper, ihre helle Haut und streife sie immer wieder mit meinen Fingerspitzen. Ich höre sie schwer atmen. Ohne Vorwarnung greife ich ihre Arme, halte sie hinter ihren Rücken und drücke sie mit dem Gesicht aufs Bett. Sie hat keine Wahl außer sich auf den Bauch fallen zu lassen. Ich greife mit einer Hand in den Nachtschrank und greife nach den Ledermanschetten. Ich lege sie ihr nacheinander an, drücke ihre Arme über ihren Kopf und fixiere ihre Arme an den Rahmen des Bettes. Ich setze mich auf ihren Hintern und kratze ihr leicht über den Rücken. Ich höre an ihrer veränderten Atmung, wie sehr sie es genießt. Aus dem Nachtschrank ziehe ich die Catnails, die ich schon vor einigen Stunden dort für später hingelegt habe. Ich fahre in kleinen Kurven über ihren Rücken, beginne mit einer hohen Schmerzintensität, die sie absolut nicht erwartet hat. Sie schreit leicht auf und wirft mir ein „Das tut weh, verdammt nochmal“ entgegen. Ich muss kurz lachen, drücke ihren Kopf in das Kissen und flüstere ihr belustigt ins Ohr „Das soll es doch auch, meine Schöne“. Ich lockere meinen Griff wieder und sie sagt keinen Ton mehr. Ausnahmsweise verfällt sie nicht in ihre vorlaute Art, sie weiß genau, wie sehr sie das gerade bereuen würde. Ich nehme den Schmerz wieder auf, indem ich mit beiden Catnails gleichzeitig nebeneinander herfahre. Dieses Mal variiere ich die Intensität, ich möchte sie nicht direkt zu Beginn an ihre Grenzen bringen.

Nach einiger Zeit ist ihr gesamter Rücken mit Kratzer überzogen, die glühen und knallrot sind. Ich habe bewusst keine blutigen Kratzer hinterlassen, schließlich möchte ich für den zweiten Part unsere Kerzen nutzen. Ich zünde die schwarze Kerze an. Sie schluckt schwer. Damit hat sie nicht mehr gerechnet. Die ersten Tropfen fallen aus einer großen Entfernung auf ihren Rücken. Ich weiß genau, dass sie deutlich schmerzhafter sind als normalerweise, weil ich ihre Haut bereits so sehr gereizt habe.

„Ich möchte dir eine kleine Aufgabe geben.“

„Okay.“

„Wie heißt das?“ und meine Hand klatscht auf ihren Hintern.

„Okay Miss.“

„Du solltest besser auf deine Ansprache achten, sonst hat das beim nächsten Mal mehr Konsequenzen. Kommen wir zu meiner Aufgabe zurück. Ich werde mit dem Kerzenwachs etwas auf deinen Rücken schreiben und du wirst mir danach sagen, welche Worte ich getropft habe.“

„Ich gebe mein Bestes, Miss.“

Ich beginne mein Werk ohne lange zu zögern. Ich habe vor erst aufzuhören, wenn ich meinen Satz komplett geschrieben habe. Es sind drei relativ kurze Wörter, Aber sie tun ihr weh, sehr weh, weil es keine Pausen gibt. Bereits beim zweiten Wort beginnt sie sich leicht zu winden. Ihr Versuch zu entkommen, wird immer mehr.

„Atme durch, konzentriere dich auf die Worte.“ sage ich leise.

Ich gebe ihr fünf Sekunden um kurz durchzuatmen und mache dann weiter. Mehr Pausen wird es nicht geben, sie kennt ihren Ausweg. Sie hat ihr Safeword bisher nie genutzt. Ich kenne ihre Grenzen für gewöhnlich recht gut, allerdings bin ich mir dieses Mal nicht sicher, ob ich sie richtig eingeschätzt habe. Ich komme zum letzten Wort. Noch vier Buchstaben. Sie flucht bei jedem Tropfen vor sich her. Ich spüre, dass sie es gerne stoppen möchte und gleichzeitig meine Aufgabe erfüllen will. Noch drei Buchstaben. Sie rüttelt mit den Fesseln am Bett und verkrampft die Hand zu einer Faust. Noch zwei Buchstaben. Ihr ganzer Rücken spannt sich an, ich spüre, wie sehr sie mit sich selber kämpfen muss.

„Es ist nur noch ein Buchstabe, meine Schöne. Sag mir doch schon mal, was dort steht, den letzten Buchstaben kannst du dir denken.“

Während ich den letzten Buchstaben tropfe, kommt aus ihrem Mund ein Laut zwischen knurren und jammern. Sie keucht ein „Du… bist…mein“. Ich lächle zufrieden, sie hat es geschafft. Ich puste die Kerze aus, lege sie weg und löse die Fesseln.

„Ich bin so stolz auf Dich, meine Schöne.“

Ich lege mich neben sie und kraule ihr sanft den Kopf. Küsse sie zärtlich. Ich spüre eine leichte Feuchtigkeit von den Tränen auf ihrem Gesicht.

„Geht es dir gut? Brauchst du irgendetwas?“

„Nein, Miss. Ich habe alles, was ich brauche“ sagt sie lächelnd, während sie mich anschaut.

2 Gedanken zu “Die Nachricht auf dem Rücken

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