Spielkiste – Nr. 2

 

Bezeichnung: Lederriemen (mit Luftlöchern; Nieten)
Preiskategorie: 25-30 Euro bei McHurt
Schmerzgrad (subjektiv, Skala 0-10): schwarzer Riemen 4-5, brauner Riemen maximal 5-6
Schmerzart: dumpfer Schmerz
Sub: Ich habe mir diese beiden Lederriemen am gleichen Tag gekauft und hatte einen gewissen Respekt vor den Nieten. Interessanterweise sind die deutlich weniger schlimm als die Vorstellung. Sie „pieksen“ quasi gar nicht, hinterlassen eher einen sehr dumpfen Schmerz, der sich quasi tief in der Haut anfühlt. Der Lederriemen mit den Luftlöchern ist einer meiner Lieblinge, so einfach und doch so wunderschön. Ich finde den Schmerz deutlich schöner als vom Paddle, dadurch dass er so schmal ist. Trotzdem kann man viel Schmerz verteilen, den ich sehr genieße.
Dom: Ich nutze ihn häufig als erstes Werkzeug nach dem Aufwärmen, da er einen guten Übergang zum späteren Spiel darstellt. Ich mag es im Spiel zu variieren, wie ich schlage – in diesem Fall bietet es sich an zwischen seitlichem Spiel oder Schlägen über den gesamten Hintern zu wechseln. Auch für leichte Schläge auf die Klit finde ich den Riemen sehr geeignet.

Empfehlung: klare Kaufempfehlung für den Lederriemen mit den Luftlöchern, den Lederriemen mit den Nieten würde ich nicht erneut kaufen.

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Spielkiste – Nr. 1

Bezeichnung: Flogger

Material: meistens eher aus weichem Leder mit vielen Riemen in verschiedenen Breiten, gibt es aber auch aus Gummi

Preiskategorie: Gibt es in verschiedenen Kategorien, mein großer Flogger hat 30 Euro gekostet und ist bei Amazon zu finden (Anfängerfehler), ich bin allerdings erstaunlich zufrieden damit. Der „kleine“ Flogger lag bei 25 Euro. Wer Flogger sehr gerne mag, kann natürlich auch hochwertigere Modelle kaufen.

Schmerzgrad (subjektiv, Skala 0-10): Großer Flogger 2-3, Kleiner Flogger 4

Schmerzart: Großer Flogger = dumpf, kleiner Flogger = „bissig“

Sub: Ich muss sagen, dass ich Flogger nicht unbedingt mag. Mir gefällt das Gefühl, dass sie auf der Haut auslösen nicht – mir sind sie meistens auch zu großflächig. Zum Aufwärmen habe ich sie gerne, allerdings habe ich das Gefühl, dass mich ein Paddle schneller und sinnvoller aufwärmt.

Dom: Ich nutze eigentlich keine Flogger. Ich wärme lieber mit dem Paddle auf. Allerdings nutze ich sie gerne, wenn ich mit jemandem das erste Mal spiele oder bei Anfängern, um mich mit einer Person in Verbindung zu bringen und die ersten Reaktionen zu beobachten.

Empfehlung: Ich würde beide Flogger erneut kaufen.

Auf einmal war ich Masochistin.

Ich war schon immer ein neugieriger Mensch, was Sexualität und Kinks angeht. Wenn ich viele meiner Freunde und Bekannte beobachte, verziehen sie schnell das Gesicht, wenn man über „ungewöhnliche“ Bereiche redet und bei mir stellt sich sofort der Gedanke ein „Kenn ich nicht, will ich testen“.

(Bevor es zu Diskussionen kommt, natürlich habe ich auch meine Grenzen, aber das Meiste teste ich erstmal bevor ich es ablehne)

Ich habe mich nie für eine Masochistin gehalten. Ich hatte auch bis vor einem Jahr nichts mit dem Thema Schmerzen am Hut. Natürlich hat mir mal jemand beim Sex auf den Hintern geschlagen, aber das war es dann auch.

Nach dem Beenden meiner Ehe hatte ich nun im letzten Jahr einige Monate eine Affäre, in der ich langsam an diesen Bereich kam. Die meisten Schmerzen wurden hierbei aber eher durch das Kneten der Brüste und Schläge mit der Hand verursacht. Mich reizte der Bereich, allerdings löste er damals nicht die gewünschte Lust aus. Aber meine Neugier war geweckt.

Im Januar lernte ich meinen jetzigen Partner und Dom kennen. Mir war bewusst, dass er durchaus sadistische Züge hat und gerne mit mir spielen wollte. Die erste Erfahrung mit ihm und den Schmerzen könnt ihr gerne hier nochmal nachlesen. Ich muss lächeln, wenn ich diesen Eintrag selber überfliege, das was damals neu und teilweise schmerzhaft war, langweilt mich inzwischen.

Ich habe nicht erwartet, dass sich in wenigen Monaten so viel verändern kann. Die ersten Sessions (wenn man sie überhaupt als solche bezeichnen kann) waren ungewohnt, der Schmerz reizte mich, aber eher weil ich meine Grenzen testen und erweitern wollte, weniger wegen der Lust. J. kombinierte die Lust allerdings immer mehr mit dem Schmerz. Zwischen den Schlägen gab es zärtliche Berührungen, streicheln des Hinterns… der Klit und zwischendurch Phasen, in der er mich fingerte, bevor der nächste Schlag fiel.

Ich würde behaupten, dass der entscheidende Moment mein erster Besuch im Bunker war. Wir hatten eine großartige Session und es passierte etwas, dass ich nicht für möglich gehalten habe. Ich konnte loslassen, es fühlte sich an als würde ich schweben. Ich bekam das Grinsen nicht aus dem Gesicht und fiel in einen Endorphinrausch, den ich so nicht kannte. Es fühlte sich an, wie eine Droge und seitdem bin ich süchtig.

Das Bedürfnis nach Schmerz tritt inzwischen ganz von alleine auf. Wenn J. mich schlägt, dauert es nicht lange und mein gesamter Körper reagiert mit Erregung. Ich habe es wirklich nicht für möglich gehalten. Wenn ich es aber genau betrachte, wundert es mich gar nicht. Er hat es ganz typischerweise konditioniert, dadurch dass der Schmerz so häufig mit der Erregung auftrat. Ich erinnere mich besonders an eine Szene, in dem ich auf dem Bauch auf meinem Bett lag. Er saß hinter mit, fingerte mich pausenlos und spankte mich mit der anderen Hand. Einer der seltenen Momente, in denen ich einen vaginalen Orgasmus durch eine andere Person hatte.

Was soll ich euch sagen? Schmerzen sind für mich im sexuellen Bereich nicht mehr wegzudenken. Ich merke sofort, wie sehr es mir fehlt, wenn wir längere Zeit keine Session hatten. Es ist für mich nicht nur ein Spiel, es bedeutet für mich Loslassen vom Alltag, keine Kontrolle und keine Verantwortung. Für mich ist es Entspannung pur. Andere Menschen gehen zum Yoga (ersetzbar durch jegliche Form von Entspannung), ich nehme lieber eine Session.

Die BDSM Lounge – ein Gastbeitrag

Mein liebster Sub @NikSput hat über unseren gemeinsamen Abend in der BDSM Loune in Berlin geschrieben.

 

Ein Abend mit Miss

Wir waren bei mir in Berlin. Vormittags habe ich meinen Keuschheitsgürtel verschlossen, der Miss einen Schlüssel überreicht und den anderen in einer kleinen Metallspardose für Notfälle versiegelt. Den Nachmittag haben wir schon damit verbracht, zwei… einschlägige Shops zu besuchen. Einer gehörte quasi zu dem Club, den wir am Abend besuchen wollten. Und wir nutzten die Chance und ließen uns den Club schon einmal zeigen. Die Besuche in den Shops waren schon… interessant. Das Lächeln der Miss, die wie im Schlaraffenland durch die Regalreihen ging und verschiedene Schlagwerkzeuge an ihren Armen testete, bis diese ganz rot waren. Dabei hatte die Miss doch schon ein beeindruckendes, um nicht zu sagen ein einschüchterndes Arsenal. Doch sie wollte mehr. Und frönte vor allem ihrer neu gewonnenen Leidenschaft für Schlagwerkzeuge aus Gummi.

Der Abend begann. Natürlich trug ich die ebenfalls neu erworbene Tasche mit all den Schlagwerkzeugen und sonstigen Utensilien. Ein Arsenal an Schmerzen, die alle auf mich losgelassen werden wollten. Wir kamen im Club an, sie zog sich um, ich mich aus. Wir setzten uns an die Bar. Redeten wenig mit den anderen anwesenden Gästen, die sich alle untereinander zu kennen schienen. Und waren doch irgendwie ganz bei uns. Tranken noch ein Wasser, bevor es losging.

Dann stiegen wir die Treppe hoch zum Spielbereich. Wir waren die ersten, die diesen Raum besetzten, daher hatten wir die freie Auswahl. Die Miss ließ mir die Wahl, ob ich im Stehen an ein Andreaskreuz oder doch lieber über einen Bock kniend geschlagen werden wolle. Obwohl ich mich am Nachmittag spontan in das Andreaskreuz mit seinen Metallfesseln verliebt hatte, wählte ich den Strafbock. Wissend, dass am Kreuz meine Hände recht schnell einschlafen würden und schlimmstenfalls mein Kreislauf wegkippen würde.

Ich bat die Miss darum, mich an den Bock zu ketten, Sie entsprach meiner Bitte, legte mir Ledermanschetten an den Handgelenken an und hakte diese mit Karabinerhaken an den dafür vorgesehenen Ösen fest. Nun kniete ich also auf dem Bock, konnte meinen Oberkörper bequem ablegen – und war der Miss ausgeliefert. Das erste Mal hatte ich mich ihr gegenüber in eine Position bringen lassen, der ich nicht mehr entfliehen konnte. Hatte bewusst meinen Vorteil der körperlichen Überlegenheit abgegeben. Ja, ich bat sie sogar, mir die Brille abzunehmen, damit sie in meiner Position mit Gesicht nach unten nicht herunterfiel.

Eigentlich lasse ich mir in einem Club nicht gerne die Sicht nehmen. Ich höre dann immer zu viel auf die Menschen um mich herum, bin verunsichert, kann mich nicht fallen lassen. Doch für den Moment waren wir allein, und irgendwie durchbricht die Miss bei mir sämtliche Schutzwälle. Plötzlich will ich mich ihr hingeben. Ich vertrau ihr vollkommen, ich will den Schmerz spüren, den sie mir bereiten möchte, will für sie leiden.

Also entspannte ich mich, fand eine Armposition, die halbwegs bequem war, bereitete mich auf den ersten Schla…

PATSCH

Da war er schon. Und sofort kam der zweite. Es war anders als das erste Mal, als die Miss mich geschlagen hatte. Es war kein vorsichtiges Herantasten mehr, es war zwar immer noch spürbar ein Aufwärmen, aber es war härter, fordernder. In meinem Kopf begann es, zu rotieren. Würde ich durchhalten, sie zufrieden stellen können? Die nächste Schmerzwelle. Atmen. Den Schmerz wegatmen. Warum zur Hölle tue ich das hier? Mehr Schläge, mehr Schmerz, ein leichtes Gefühl der Überforderung. Und da… streichelt sie meinen Po. Fragt, ob alles okay ist. Wo auf der Skala von 1 – 10 der Schmerz gerade liegt. Ich bejahe, fühle in mich rein, geben wahrheitsgemäß den grad mit 3-4 an. Und plötzlich kommt diese große Ruhe in meinen Kopf. Die Gedanken stehen still. Der Kopf ist ausgeschaltet, einzig eine unfassbare Gier steigt in mir auf. Ich will mehr!

Die Miss fühlt noch einmal meinen Hintern. „Wirklich warm bist Du noch nicht. Da werde ich wohl zu härteren Mitteln greifen müssen.“ Sie nimmt ein anderes Werkzeug, die kommenden Schläge sind härter, sind doch nicht härter, Adrenalin pumpt in meinen Adern, senkt das Schmerzempfinden. Der Kopf bleibt still, Zeit ist nur noch die Spanne zwischen zwei Schlägen, zwischen zwei Schlagwerkzeugen. Schlag, Atmen, Atmen, Schmerz wegatmen, Schlag. Um uns herum beginnen andere zu spielen. Ich nehme Schmerzschreie – durchaus auch lusterfüllte – wahr. Ich bin der einzige Mann, der immer wieder aufstöhnt, außer meiner Miss übernimmt nur eine andere Frau die dominante Seite.

Schlag, atmen, Schlag. Ich nehme die anderen um mich wahr. Aber ich bin nicht verunsichert. Ich bin ganz bei meiner Miss. Gehöre ihr. Ihr ganz allein.

Die neuen Gummischlagwerkzeuge beißen. Leise stöhnen, scharf atmen, Schlag. Ich weiß nicht wann – Zeit hat vor langer Zeit ihre Bedeutung verloren, sagt die Miss: „Noch zwanzig Schläge. Die letzten 10 zählst Du laut mit.“

Der erste Schlag. Gummi. Dünn. Ein harter, aber aushaltbarer Aufprall, dann ein böses ziehen. Ich stöhne laut auf. Der zweite Schlag, noch intensiver. Der dritte. Ich winde mich. Ein Teil von mir will sich diesem Schmerz entziehen, ein Teil will sich in ihm verlieren. Der vierte Schlag, und auch alle weiteren werden etwas sanfter. Die Miss will mich nicht überfordern. Der Teil, der sich im Schmerz verlieren will, schreit nach mehr, ich bin nicht fähig, es zu äußern. Ab dem elften Schlag zähle ich mit. Auch wenn die Schläge etwas nachgelassen haben, werden die Zahlen von mir scharf beim Ausatmen ausgesprochen. Wir tasten uns an einen Rand heran, an meine Grenze. Aber für den Moment bleibt die Grenze nur in Sichtweite.

Die Miss macht mich los, fragt mich, wo wir auf der Skala waren. „Die ersten drei Schläge am Ende waren eine 9.“ sage ich – und bedauere, dass der Raum so abgedunkelt ist, dass die Miss unmöglich das Leuchten in meinen Augen sehen kann.

Wir gehen nach unten, trinken noch ein Wasser. Reden. Im Club spüre ich leider nicht so gut den Endorphinkick, der irgendwann nach den Schlägen unweigerlich einsetzt. Aber ich spüre, wie die Haut an meinem Hintern auf der Sitzfläche spannt. Zufriedenheit erfüllt mich. Ich habe doch gut durchgehalten, habe die Miss nicht enttäuscht. Als sie mir sagt, dass wir wieder hoch gehen, rotiert mein Kopf. Etwa noch mehr Schläge? Angst kommt hoch, vielleicht gar Panik. Aber ich folge ihr. Ohne Protest. Ein Opferlamm? Nein. Es ist wieder da, dieses tiefe, unbedingte Vertrauen.

Sie führt mich in den abgetrennten Klinikbereich. Hier sind wir allein. Für uns. Auf ihr Geheiß klettere ich auf den offensichtlich gebrauchten Gynstuhl, sie schnallt meine Beine fest, verkettet die Ledermanschetten, die ich noch um die Handgelenke trug, hinter der Lehne des Stuhls. Wieder bin ich ihr ausgeliefert. Nur diesmal in vollem Licht. Mit gespreizten Beinen. Noch verwundbarer. „Schließ die Augen.“ Ich versuche es. Es fällt mir unendlich schwer. Ich blinzele. Sie lächelt. Verständnisvoll. Schaut mir in die Augen. Setzt mir Klammern an die Hoden. Ich versuche den Schmerz wegzuatmen. Doch der will nicht ganz verschwinden. Ich versuche, die Augen zu schließen. Um mich dem Licht zu entziehen. Mehr Klammern. Ich beginne zu jammern.

Als die Miss eine Klammer an die Innenseite des Oberschenkels setzt, gebe ich auf. Ich bitte sie, mir die Klammern zu entfernen. Sie gehorcht. Die Klammer am Oberschenkel verschwindet sofort, nicht ohne einen beißenden Schmerz zu hinterlassen. Eine nach der anderen verschwinden auch die anderen Klammern. Ich wimmere. Der Miss gefällt das.

War sie das, meine Grenze? Für den Abend ja. Aber ich ahne, dass es da noch mehr gibt. Viel mehr. Viel Neues zu erkunden. Eine ganze neue Welt.

Wir gehen aus dem Club. Ziehen durch eine dunkle Straße. Bei jedem Schritt spüre ich das Ziehen in meinen Oberschenkeln. Nur Müdigkeit spüre ich keine. Dafür fluten zu viele Hormone durch meine Adern. Wir beschließen, noch in einen Burgerladen einzukehren. Dort kommt allmählich die Realität zurück, holt gleichsam zu uns auf. Nicht störend, sanft schleicht sie zu uns. Ohne groß darüber sprechen zu müssen, wissen wir, dass es eine andere Realität ist, als die, die wir mit dem Eintritt in den Club, mit den ersten Schlägen, hinter uns ließen.

Nenn mich nicht Kleines, Füchschen.

Ein sehr schönes „Gespräch“, dass sich vor einigen Monaten in meinem DM Fach abspielte.

 

„KLEINES!“

Ich geb Dir gleich mal Kleines, Du wirst ganz schnell still sein, wenn ich Dir den Rohrstock über den Arsch ziehe! 😀

Aber das… Ich bin älter!!!?? Das wagst du nicht!!!

KLEINES ??

Natürlich wage ich das, Alter hat nichts mit Dominanz zu tun. Selber schuld, wenn Du nicht hören willst.

Ach komm das… war doch…  komm schon… das muss doch nicht…

Wenn Du so weitermachst, suche ich noch den Knebel raus!

Wie unfair du bist!!!

Ich habe nicht mal was gemacht… so richtig..

 Du bist nur empfindlich! KLEINES!

Okay, jetzt reichts mit Deiner Aufmüpfigkeit.

*schubst Dich gegen die Wand*

*versucht sich zu wehren*

*packt Dich im Nacken und drückt Dich fest gegen die Wand*

„Du bleibst da jetzt stehen, ist das klar?“

Ist klar…

*stellt sich gegen die Wand und schließt die Augen*

Sehr gut… so gefällst Du mir besser. Ich ziehe Deine Hose runter und knete Deinen Hintern, um ihn schon mal leicht aufzuwärmen bevor ich die ersten Schläge mit der flachen Hand draufsetze.

Ich versuche mich zumindest dagegen zu wehren, in dem ich die Hände nach hinten nehme.

Ich packe Deine Handgelenke und drücke Deine Arme gegen die Wand. Mein Körper presst sich gegen Deinen.

Du hast jetzt zwei Möglichkeiten – entweder Du bleibst stehen und lässt mich gewähren oder ich werde Dich fixieren. Deine Entscheidung.

Ich lasse die Arme an der Wand und strecke den Hintern artig raus, auch wenn es mir schwer fällt.

Bitte nicht fixieren… Ich höre ja!

So gefällt mir das schon besser… Du hörst das Grinsen in meiner Stimme.

Ich streife Dir über den Rücken, über Deinen Hintern, gebe Dir nur etwas Nähe…

…bevor ich zum nächsten Schlag aushole.

Aua… ich beiße auf die Zähne und versuche die Position zu halten… auch wenn es schwer fällt, weil es so plötzlich kam…

Ich lasse trotzdem die Hände an der Wand wie befohlen.

Sehr schön…

Ich greife nach dem Rohrstock und fahre damit über Deinen Hintern.

Nach jedem Schlag möchte ich folgenden Satz von Dir hören.. „Ich werde Dich nicht mehr Kleines nennen.“

Ich nicke und bereite mich innerlich auf die Schläge vor…

Der erste Schlag trifft Dich…aber relativ sanft.

Ich spüre eine leichte Wärme… ein kurzes Brennen… bin aber deutlich zu stolz den geforderten Satz zu sagen.

Ich beiße stattdessen auf die Zunge und starre stur die Wand an.

Oh, meine Liebe – Du willst mich reizen? Glaub mir, wenn ich mit Dir fertig bin, wirst Du nichts anderes mehr als diesen Satz sagen wollen.

Ich hole aus…

Ich beiße feste auf die Zähne in Erwartung dessen, was mir mein Stolz gleich einbrockt.

Wir machen das anders… Du bekommst nun erstmal 10 Schläge… Zähl mit!

Können wir nicht doch direkt den Satz abarbeiten?

Bitte…?

Oh nein. Ich sagte zähl mit.

Ich schlage zu!

Eins….

*macht weiter*

Ah..

 Zwei…

 

Drei…

Das machst Du gut.

Ich erhöhe langsam die Intensität.

Auuu … vier…

Ich jaule auf als die Hälfte geschafft ist … fünf….

Bitte… ich höre jetzt… Ich schwöre es

Ich glaube Dir noch nicht.

Sechs …

Das Brennen wird immer heftiger und bei dem Gedanken, dass das noch nicht mal meine eigentliche Strafe ist, kommen mir fast die Tränen.

Ich verspreche es… Ich tue alles was du sagst… Bitte!

Große Klappe und dann nichts aushalten können, hm? Vergiss es… Ich schlage erneut zu.

Mein Stolz ist sofort wieder da… die Genugtuung aufzugeben, gebe ich dir nicht

Sieben!

Ich strecke meinen Hintern extra raus, gegen jede Überwindung.

Siehst Du, genau deswegen gibt es die 10 Schläge… Die letzten drei, ich freue mich drauf. Du nicht auch?

Mmh .. ja…

Ich schließe die Augen als mich der nächste harte Schlag trifft.

Acht…

Und nun die beiden Letzten für den Anfang.. Ich freue mich drauf Dich leiden zu sehen.

*holt aus und setzt einen besonders schmerzhaften Schlag, der über beide Backen geht und auf der einen Seite durch den Schwung besonders nachzieht*

Aaarg

Neun!

Oh Gott, tut das weh!

Du hast es nicht anders verdient.

Ich wiederhole das Spiel von der anderen Seite aus, es soll ja symmetrisch sein.

Zehn!

Ich schreie es mehr als es zu sagen, kann mich aber genug beherrschen, brav stehen zu bleiben.

Ich lege den Rohrstock weg und nähere mich Dir. Ich streichele sanft Deinen Hintern und küsse Deinen Nacken. Ich flüstere Dir ins Ohr, dass es mich stolz macht, wenn Du so brav bist.

Ich genieße die Zärtlichkeit und irgendwie auch die Anerkennung…

Aber ich weiß ja, dass es das noch nicht gewesen ist…

Mach Dir bewusst, wieso Du hier stehst, bevor wir anfangen.

Du weißt, ich bin kein Freund von Strafschlägen, aber Du hast sie herausgefordert.

Ich weiß es… Ich habe ja so lange provoziert, bis du keine Wahl hattest.

Also muss ich das jetzt auch durchhalten.

Genau das. Du kennst Deinen Satz. Fangen wir an.

Ich schlage erneut zu.

Ich werde dich nicht mehr Kleines nennen.

Bei dem Brennen kommt der Satz jetzt wie von alleine.

Was wirst Du nicht mehr? Ich möchte Dich etwas lauter hören.

Der Rohrstock setzt einen weiteren Striemen.

Ich schreie es beim zweiten Mal deutlich lauter und voller Schmerzen.

Ich werde dich nicht mehr Kleines nennen!!! Nie mehr!!! Bitte…

Ich möchte mir sicher sein… Ein dritter Schlag folgt.

Ich habe inzwischen Tränen in den Augen und wimmere bei meiner Antwort… vor Demütigung lasse ich den Kopf hängen.

Ich werde dich nie nie wieder Kleines nennen. Es tut mir leid!

Sehr gut. Ich lege den Rohrstock weg. Dreh Dich bitte um und schaue mich an und dann wiederhole den Satz noch ein letztes Mal.

Ich drehe mich um und sehe dir mühsam in die Augen.

Ich werde dich nie mehr Kleines nennen!! Ehrlich nie mehr!

Ich streichle Dir sanft über die Wange. „Leg Dich hin, ich bin gleich bei Dir.“

Ich hole Dir ein Glas Wasser – „hier trink.“

Danach lege ich mich zu dir und kuschel mich an Dich.

Ich danke Dir für Deinen Gehorsam und Dein Vertrauen.

Ich trinke das Wasser aus und genieße die Zärtlichkeit.

Ich danke dir für die harte Hand, das war gut.

 

Die Sache mit dem Alkohol und dem Absturz

Das Thema „BDSM und Alkohol“ wird auf Twitter immer wieder heiß diskutiert. Ich vertrete die Ansicht, dass ich nicht spiele, wenn ich etwas getrunken habe. In diesem Fall geht es mir nicht um die Menge des Alkohols, bereits bei einem Glas Wein spiele ich nicht mehr. Meine Verantwortung in der dominant-sadistischen Rollen ist mir viel zu groß, als dass ich etwas riskieren möchte. Und trotzdem gab es da diesen Abend an dem alles schief ging.

(Achtung – hier geht es nicht um Schuldzuweisungen und die möchte ich hier auch nicht hören)

Wir hatten beide einen sehr lustigen Abend mit Freunden verbracht und doch einige Gläser Alkohol zu uns genommen. Sobald wir im Bett waren, hat es nicht lange gedauert bis wir in eine leidenschaftliche Knutscherei fielen. Er legte sich auf mich und ich spürte immer wieder Fingernägel über meinen Körper fahren. Ich bat ihn die Intensität zu verringern, weil ich wirklich Schmerzen hatte. Doch, es war bereits zu spät und jedes Berührung tat weh. Ich sah ihn an… aber das war ich sah, war nicht mehr er, sondern mein Vater. Ich fühlte mich gefangen, hilflos.

„Wie komme ich hier nur weg?…Oh Gott, ich habe Angst…was wird er mit mir anstellen“

Es kostete viel Kraft, aber ich sprach die Worte aus „Geh runter von mir, es geht gerade nicht.“ – was er auch tat. Er lag neben mir und ich fing an zu weinen. Ich rutschte immer wieder zwischen den Realität und der Vergangenheit hin und her.

„Atme S., atme“ sagte ich mir immer wieder selber und konnte mich langsam wieder erden.

Nachdem ich mich einigermaßen beruhigt hatte, führten wir unser Spiel fort. Die Küsse wurden wieder intensiver, der Körperkontakt wieder hergestellt.

„Ich habe Lust auf Klammern, aber an mir – setz mir bitte welche.“

Ich sollte dazu erwähnen, dass ich zumindest an den Brüsten sehr empfindlich auf Klammern reagiere und ein sehr hohes Schmerzempfinden habe. Er hat mir auf beiden Seiten der rechten Brust eine Klammer an den Brustvorhof gesetzt. Ich musste schon bei der zweiten deutlich schlucken und habe ziemlich gelitten. Ich merkte ziemlich deutlich, dass es jetzt schon zu viel war… Er wandte sich der anderen Brust zu und mir entfuhr ein entsetztes „Das ist nicht dein Ernst?!“. Es kam keine Reaktion außer dass ich die Klammer spürte. Ich schrie kurz auf und verstummte dann. Mein Schutzmechanismus setzte ein. Ich konnte nicht mehr reagieren… Ich wollte es nur über mich ergehen lassen und die Situation durchstehen. Ich wartete das Spiel mit den Klammern ab.. Einige Minuten später waren sie alle ab. „Ich gehe eben auf Toilette“ war der einzige Satz, der mir über die Lippen kam. Als ich zurück war, schlief er bereits.

Ich lag im Bett, fühlte mich einsam und weinte vor mich her.

Ich kann inzwischen ziemlich gut auf mich aufpassen, mich gut abgrenzen und meinem Gegenüber sagen, wie es mir geht. In diesem Moment seht ihr wie sehr diese Möglichkeit unter Alkoholeinfluss wegfiel. Uns zwar bei beiden Seiten. Mein Gegenüber ist ansonsten ein sehr empathischer und zärtlicher Mensch, dem ich absolut vertraue. Das ist genau der Grund, wieso ich nicht unter Alkohol spiele und diese Erfahrung hat es mir noch mehr in Erinnerung gerufen. Das heißt für mich zukünftig auch, dass keine „leichteren“ Instrumente unter Alkohol in sexuelle Situationen eingebaut werden (ich mein es war ja nicht wirklich eine Session).

Selbstfürsorge – normalerweise würde ich mich nach so einer Situation von einem Menschen komplett zurückziehen. Diesmal war es anders. Ich habe mir zum einen Zeit genommen mich danach selber zu ordnen, mir Gedanken zu machen, wie ich mich selber davor schützen kann und wieso die Situation so eskaliert ist. Zum anderen habe ich mit ihm darüber gesprochen und ganz deutlich meine Grenzen gesetzt. Wir waren uns direkt einig, dass das in dieser Art nie wieder passieren darf und wird und die Entschuldigung war Balsam für meine Seele. Trotzdem war es mir danach sehr wichtig wieder an Sicherheit zu gewinnen – das hieß für mich in dem Moment: mich Personen anvertrauen, die mir nahestehen, Gefühle zulassen, darüber schreiben und bewusst Nähe zuzulassen anstatt mich zu distanzieren.

VIP Bizarr Suite Teil 2

Nun kommen wir zum zweiten Teil. Ich werde euch verschiedene Szenewechsel von dem Wochenende beschreiben, keine kompletten Sessions, sonst müsste ich leider ein Buch schreiben.

 

… wir sitzen gemeinsam im Whirlpool und genießen die Wärme des Wasser, die Ruhe und Entspannung. Wir könnten stundenlang hier sitzen und einfach nur reden. Zwischendurch wandert Deine Hand immer wieder über mein Bein. Anfangs liebevoll, dann kommt ein größerer Druck an meinem Oberschenkel.. unsere Blicke treffen sich, es liegt Anspannung in der Luft. Ich rutsche zu Dir, wir beginnen uns leidenschaftlich zu küssen und ich spüre in meiner Hand wie Dein Schwanz immer härter wird. Ich schaue Dich herausfordernd an, rutsche zwischen Deine Beine. Mein Kopf verschwindet unter Wasser und ich beginne Dich oral zu befriedigen. Zwischendurch tauche ich immer wieder auf, um Luft zu holen. Ich sehe, wie sehr es Dich erregt und Du spürst, dass ich mehr Kontrolle durch Dich will. Ich tauche wieder unter, lasse mich von Deiner Hand führen… die Luft wird immer knapper und ich immer erregter. Du ziehst mich hoch und näher an Dich ran. Ich hocke über Dir und spüre wie Du plötzlich tief in mich eindringst…

 

… ich stehe mit dem Rücken zu Dir und spüre die einzelnen Schläge des Floggers. Er trifft mich immer wieder zwischen die Beine und schlägt auf meiner Clit leicht um. Ich stöhne auf. Es erregt mich mehr, als ich es von mir gewohnt bin. „Macht Dich das etwa geil, Miststück?“ Ich beiße mir auf die Lippe… ein leises „Ja.“ rutscht mir heraus. „Na wenn das so ist – leg Dich auf den Gynstuhl.“ Mir ist klar, dass ich gar nicht versuchen brauche Dir zu widersprechen. Und so liege ich kurze Zeit später mit gespreizten Beinen und meinem entblößten Körper vor Dir. Du bespielst mich noch kurze Zeit mit dem Flogger und wechselst dann zur Rosshaarpeitsche. Ich kralle mich an den Seiten des Stuhls fest. Das Gefühl ist unbeschreiblich. Schmerz, Brennen, Erregung. Meine Lust explodiert und Du schlägst immer weiter. Du gibst mir kaum Luft zum Atmen. Plötzlich hören die Schläge auf… „Steh auf, ich will Dich ficken.“ Ich bin kaum richtig aufgestanden, da zerrst Du mich schon zum Bett, wirfst mich auf dieses und nimmst mich…

 

…wir sitzen erneut im Whirlpool. Du weißt genau, dass es mich reizt Atemkontrolle unter Wasser ausprobieren. Ich sehe Dir Deine Unsicherheit an, ob ich mir das wirklich gut überlegt habe. Du brauchst kein Ton sagen, schon kommt mir ein „Bitte, ich will das unbedingt machen“ über die Lippen. Du siehst meine Entschlossenheit, Du kennst mich. „Knie Dich hin.“ Du sitzt neben mir. „Wenn irgendwas ist, drückst Du meinen Arm, hast Du das verstanden?“ Ich nicke kurz. Du hälst meinen Kopf fest und drückst ihn bis kurz vor die Wasseroberfläche. „Bist Du bereit?“ – „Ja“ – „Dann hol tief Luft.“ Ich spüre wie mein Kopf ins Wasser dringt, ich höre die Stille um mich herum, ich nehme meinen Körper wahr… und schon ziehst Du mich wieder hoch. Ich hole kurz Luft.. „Ich will mehr, bitte.“ Und schon verschwinde ich wieder im Wasser. Du wiederholt dieses Spiel mehrfach mit mir. Mein einziger Gedanke ist „Bitte bring mich mehr an meine Grenzen, lass mich länger unter Wasser“. Du ziehst mich hoch „Ich denke das reicht für heute.“ Ich schaue Dich schockiert an und mir entfährt ein „Was?!“ – „Oh, Du willst also noch mehr?“ – „Mehr und länger…ich will meine Grenzen spüren.“ – „Hol Luft!“ und dann drückst Du mich runter…meine Luft wird immer weniger, ich merke wie mein Bedürfnis zu atmen wieder mehr wird. Du ziehst mich wieder hoch. „Und?“ – „Da geht noch mehr.“ Ich habe kaum Luft geholt, da drückst Du mich wieder runter. Ich merke, dass Du mich diesmal so lange dort unten lässt bis ich Dir ein Zeichen gebe. Und so versuche ich mich zu entspannen und genieße das Gefühl zeitlos unter Wasser zu schweben. In diesem Moment fühlt es sich an, als wäre alles andere unwichtig. Es gibt nur Dich, mich und die fehlende Luft. Ich kann endlich meinen Kopf frei machen. Langsam macht sich mein Körper bemerkbar, aber ich halte weiter aus. Kurz bevor ich aus Reflex einatme, drücke ich Deinen Arm. Du ziehst mich direkt hoch. Ich sinke in Deine Arme und schnappe nach Luft. Ich fühle mich sicher…

 

…ich liege im Bett und möchte Dich einfach nur in mir spüren. Ich ziehe Dich zu mir und wir küssen uns leidenschaftlich. „Kannst Du mich benutzen?“ Ich sehe das Funkeln in Deinen Augen. „Wenn Du das wirklich brauchst.“ Ich nicke. Du reißt mir die wenigen Kleidungsstücke vom Leib und presst Deinen Körper auf meinen. Ich bekomme kaum Luft. Ich spüre Deine Erregung zwischen meinen Beinen. Du greifst mit deiner Hand nach meinen Armen und hälst sie über meinem Kopf fest. Deine andere Hand wandert an meinen Hals, während Du in mich eindringst und fest zustößt. Ich spüre, wie sehr Du mich ausfüllst und habe leichte Schmerzen. Es ist Dir egal und Du stößt erbarmungslos zu. „Das gefällt Dir doch, Du kleines Fickstück. Hart rangenommen zu werden“ raunst Du mir zu und spuckst mir danach ins Gesicht. Es mischen sich Gefühle aus Nervosität und Erregung in mir. Du drückst mit Deiner Hand immer wieder meinen Hals zu, ich versuche nach Luft zu schnappen. Es dauert nicht lange bis Du in mir kommst. Du lässt mich los, spuckst mich ein letztes Mal an „Mehr als das hast Du nicht verdient“ und lässt mich alleine zurück…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VIP Bizarr Suite – Teil 1

Ihr Lieben,

heute kommt ein etwas anderer Beitrag. Ich habe im September 4 wundervolle Nächte in einer VIP Bizarr (BDSM) Suite verbracht und möchte euch diese im ersten Teil dieser Reihe vorstellen. Das heißt, es gibt von mir eine Art Rezension mit ein paar Bildern und meinem persönlichen Eindruck. Alle Infos und weitere Bilder zu der Suite findet ihr auch der Homepage der Betreiber.

Harte Fakten:

  • 100qm²

 

Wenn man die Suite betritt, ist dieser Bereich, der erste den man sieht. Am schönsten finde ich es, dass der Hängepranger an der Garderobe hängt. 😀 Bereits in diesem Bereich erkennt man, dass die Suite einen „prunkvollen“ Stil hat.

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Typisch Katzenfrau ist mir natürlich direkt dieses Bild im Flur aufgefallen.

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Direkt links im Flur ist das Bad zu finden. Ich muss zugeben, dass ich beeindruckt war, was hier alles angeboten wird, falls man etwas vergessen hat. Über Deo, Haarspray bis hinzu Parfüm war hier alles zu finden. Das Bad war sehr ordentlich, es gab nichts auszusetzen. Die Dusche ist übrigens im Spielzimmerbereich, damit man nach dem Saunagang direkt unter die Regendusche kann.

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Wenn man dem Flur folgt, kommt man in den Wohn- und Essbereich. Ihr seht selbst, wie sich der Stil in der Wohnung durchzieht. Außerdem gab es hier noch einen großen Fernseher (falls man diesen beim Frühstück beispielsweise braucht). Ich muss ehrlich zugeben, dass ich das Sofa sehr passend zu der Suite finde, allerdings nicht sonderlich gemütlich um abends noch gemeinsam zu reden oder zu kuscheln. Hier bleibt dann nur das Bett für über – was natürlich nicht schlimm ist, aber eben etwas schade,

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Der Essbereich 🙂

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Im Wohzimmer befindet sich noch dieser Elektrokamin, der ausgesprochen gemütlich ist und wirklich gut heizt, sodass es auch in den kalten Monaten kein Problem ist leicht bekleidet zum Frühstück zu gehen.

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Zurück im Flur befindet sich gegenüber vom Badezimmer der Eingang zum Spiel-, Schlaf- und Wellnessbereich. Dieser Bereich ist durch eine Wand mit Bondagerahmen quasi in zwei Hälften geteilt. Hier erstmal erneut ein Sofa, direkt neben der schönen Sauna (die wir leider aus zeitlichen Gründen nicht nutzen konnten).

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Hier die Sauna, super leicht zu bedienen ist und es gibt es im Schlafbereich einen Fernseher, sodass man theoretisch darin Netflix schauen könnte 😀

(Nein, das würde ich nicht machen)

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Der Strafbock. Ich muss sagen, dass ich die Konstruktion toll finde. Er ist in der Wohnung frei verschiebbar, die Höhe ist elektrisch verstellbar, man kann ihn als Strafbock in verschiedenen Varianten nutzen oder eben auch als Gynstuhl. Auf jeden Fall hatten wir viel Spaß damit – mehr dazu im nächsten Eintrag.

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Hier seht ihr den Übergang zum Schlafbereich mit dem Bondagerahmen. Links hängt das antike Ochsengeschirr und links hinter dem Rahmen versteckt sich noch die Liebesschaukel.

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Der Whirlpool – was soll ich dazu groß sagen, er ist großartig. Man passt super zu zweit rein, kann auf verschiedene Arten Spaß haben und er ist beleuchtet 🙂

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Als letztes noch das Boxspringbett –  leider habe ich es nicht am Anfang fotografiert. Die Ketten waren wirklich schön dekoriert. Es gibt zwölf Ketten an dem Bett und diese sind wirklich stabil, egal wie sehr man daran zieht.

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Mein Eindruck:

Mir hat die Zeit in der Suite sehr gut gefallen. Die Einrichtung ist vom Stil her perfekt aufeinander abgestimmt (auf wenn es nicht mein Stil ist) und man merkt, wie viel Arbeit in diese Wohnung geflossen ist. Was ich besonders schön fand, war der tägliche Brötchenservice, sodass man morgens nur noch in die Küche gehen musste und bereits alles vorgefunden hat. Auch der Kühlschrank war am Anreisetag gefüllt, sodass wir direkt Verpflegung für das erste Frühstück sowie Getränke hatten. Hierbei wurden auch hochwertige Produkte angeboten – ich habe es bereits in anderen Locations erlebt, dass im Kühlschrank ein Billigsekt für 1,99 Euro vom Aldi stand.

Natürlich ist der Preis bei der Austattung relativ hoch, natürlich aber auch gerechtfertigt. Man sollte sich Gedanken machen, was man möchte. Für einen oder zwei Abende, die nur im Sessionbereich ablaufen, lohnt sich sicherlich eine andere BDSM Location (die Betreiber haben auch eine weitere Wohnung, die kostet auch 200 Euro weniger für das Wochenende). Wenn man jedoch seine Zeit zu zweit mit Romantik, Wellness und BDSM füllen möchte, ist die Suite ideal. Ich muss zugeben, dass wir trotz der vier Übernachtungen nicht dazu gekommen sind alle Sachen zu testen. Das heißt für mich widerrum auch, dass es bei einem Wochenendausflug noch schwieriger ist.

Insgesamt kann die Location wärmestens weiterempfehlen und würde durchaus selber auch erneut hinfahren.

 

 

Ich bekomme für diesen Eintrag kein Geld und mache diese Werbung und Rezension, weil mir danach war.

Aus dem Leben (Teil 1)

… und manchmal muss ich mir auch einfach den Kopf ein bisschen frei schreiben. Ohne Konzept. Ohne dass es um Kopfkino geht.

In den letzten Tagen ist mir nochmal bewusst geworden, wie viel mir BDSM (also vor allem der masochistische Bereich) gibt und dass ich es ein Stück weit auch brauche.

Am Anfang hatte ich solche Angst meine Kontrolle abzugeben. Es fiel mir so schwer, ich hatte Sorge ins Bodenlose zu fallen. Mit jeder neuen Erfahrung wuchs mein Vertrauen zu ihm, die Sicherheit, die er mir geben konnte. Ich lernte die Kontrolle abzugeben und begann zu schweben. Das gab mir die Möglichkeit andere Verhaltensweise zur Kontrollabgabe (destruktive, auf die ich nicht weiter eingehen möchte) zu reduzieren und teilweise abzugeben. Mir ist das in der ganzen Zeit gar nicht so bewusst geworden.

Nachdem in den letzten Wochen wenig bis keine Sessions stattfanden, was nun mal manchmal so ist, wenn Krankheit und viel Stress dazwischen funkt, merke ich auch wie die Verhaltensweisen wiederkommen.

Gerade fühle ich mich etwas zerrissen. Ich freue mich auf der einen Seite wahnsinnig, dass ich durch BDSM für mich die Möglichkeit habe meine Kontrolle abzugeben und nichts anderes mehr zu brauchen. Allerdings macht es mich auch ein Stück weit davon abhängig.

Wie man eine offene Beziehung zu leben hat.

Nach meiner Ehe im letzten Jahr habe ich für mich festgestellt, dass ich vermutlich keine Person für eine dauerhafte monogame Beziehung bin. Dazu kommt allerdings, dass ich leider schnell eifersüchtig werde, weil ich mich nicht gut genug fühle.

Seitdem ich diese Entscheidung für mich getroffen habe, meinen andere Personen mir erklären zu müssen, wie ich eine offene Beziehung führen sollte (das meine ich bei manchen Aussagen nicht unbedingt negativ, weil ich um Meinungen gebeten habe, bei vielen aber auch nicht). Ich habe alles mögliche gehört von „Du solltest keine Beziehungen mehr führen“ über „Du brauchst eine halboffene Beziehung, die nur für Dich gilt“ bis hin zu „Lass Deinen Partner machen, die Eifersucht musst Du ja für Dich ausmachen, damit hat er nichts zu tun.“ Dazu wurde ich immer wieder kritisiert, wenn ich jemanden erklärt habe, wie ich meine offene Beziehung derzeit führe.

Wikipedia sagt übrigens folgendes zum Thema „Offene Beziehung“:

„Eine offene Beziehung oder offene Partnerschaft bezeichnet eine Beziehung (gewöhnlich zwischen zwei Personen), in der die Beteiligten voneinander wissentlich die Freiheit haben, auch andere Partner, insbesondere Sexualpartner zu haben. Ist ein Paar, das eine offene Beziehung vereinbart hat, verheiratet, handelt es sich um eine offene Ehe. Offene Beziehungen erweitern das Konzept der Selbstbestimmung von Individuen auf die sexuelle Selbstbestimmung innerhalb einer Beziehung und stehen insofern in Konflikt mit konventionellen Erwartungen an Beziehungen und Moralvorstellungen. Insofern kann es auch innerhalb einer Beziehung zu Konflikten kommen, wenn es unterschiedliche Erwartungen gibt.

In dieser Definition steht nichts, absolut gar nichts, wie man eine offene Beziehung zu führen hat – außer eben, dass man die Freiheit hat andere Sexualpartner zu haben. Ich bin der Ansicht, dass jedes Paar nun für sich entscheiden muss, wie die offene Beziehung ausgelegt wird. Ich kenne so viele Menschen, die heutzutage eine solche Form der Beziehung führen. Die einen sagen – mach, was Du willst, aber erzähl es mir nicht. Andere widerrum reden offen darüber. Wieder andere haben nur gemeinsam etwas mit anderen. Andere Paar gehen nur zum Swingern und haben privat nichts. Und manche gehen nur sexuelle Kontakte ein, mit Menschen, die sie schon länger kennen.

Der Art der offenen Beziehung ist keine Grenze gesetzt. Lasst euch von niemanden reinreden, wie ihr eure Beziehung zu führen habt. Es spricht nichts dagegen sich Rat und Meinungen einzuholen, aber am Ende geht es nur darum, womit ihr in eurer Beziehung glücklich werdet.

 

Nun gut, ich weiß ja inzwischen wie neugierig ihr seid 🙂 Wie führe also ich meine offene Beziehung?

Meine jetzige Beziehung führe ich erst seit Januar und wir haben von Anfang an beschlossen, dass wir eine offene Beziehung führen wollen. Damals habe ich gedacht ich würde das schon hinkriegen. Nach einigen Wochen (er hatte anfangs auch noch eine weitere Spielpartnerin) bin ich mit meiner Aussage zurück gerudert. Die Beziehung war für mich ungewohnt, einen Partner, der wirklich dominant ist, war für mich neu. Wir setzten uns die ersten Monate mit so vielen Bereichen des BDSM auseinander, ich übte andauernd mein Kontrollbedürfnis abzugeben und dadurch nicht mein Sicherheitsgefühl zu verlieren, sodass eine offene Beziehung für mich in diesem Moment einen zu großen Risikofaktor darstellte. Es ging einfach nicht. Mein Partner hatte Verständnis dafür.

Im April hatte ich allerdings eine ziemlich schlechte Phase (bedingt aufgrund verschiedener Faktoren, die meine Psyche destabilisierten), sodass es dazu kam, dass ich an einem sehr entspannten Urlaubstag mit einem anderen Mann schlief. Ich möchte das hier gar nicht groß rechtfertigen, ich weiß, dass ich damals einen Fehler gemacht habe. Nach dieser Nacht führten mein Partner und ich viele Gespräche – er verzieh mir, was passiert ist und wir versuchten uns Gedanken zu machen, wie es weitergehen kann.

Unser Konzept ist derzeit relativ einseitig. Ich darf (wir reden davor immer drüber) mehr oder weniger schlafen mit wem ich möchte. Beim Spielen machen wir deutlichere Absprachen. Er hat derzeit quasi nichts mit wem anders und gibt mir die Zeit mich auszuprobieren und meinen Weg zu finden. Ich setze mich mit meinen Ängsten auseinander, indem wir in Swingerclubs gehen oder mit weiteren Partnern zu dritt was haben. Ich merke, wie sich meine Einstellung langsam ändert, wie mir immer wieder bewusst wird, dass es nicht um einen Vergleich geht. Ich habe letztens ein Date gehabt und dabei kam mir der Gedanke „Das würde ich ihm auch gerade gönnen.“ – das sind die Momente, in denen ich stolz auf mich bin, in denen ich merke, dass ich mich verändere. Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich einen sehr toleranten Partner habe und ihm sehr dankbar bin, dass er diesen Weg mit mir geht und mir diese Zeit gibt. Ich glaube, dass wir unsere Art der offenen Beziehung finden und diese sich immer wieder verändern wird und darf.

 

Welche Beziehungsform führt ihr?