„Frau Sch., das können Sie doch nicht machen!“

In den letzten Tagen kam es immer wieder dazu, dass wir in Gesprächen in fiktive Rollenspielgespräche über gegangen sind…Hierbei ging es vor allem um eine Therapeuten – Patienten – Beziehung, die in Sex endete. Ich mochte Rollenspiele schon immer ziemlich gerne und sie kicken meinen Kopf extrem. Bevor ich also vor einigen Tagen in die Praxis fuhr, schaute ich Tamara an…

„Ich hoffe Du trägst das heute Abend noch, wenn Du von der Arbeit kommst.“

„Ja, denkst Du ich ziehe mich auf der Arbeit um?“

…Sie mustert mich noch einmal…

„Frau Sch., so können Sie doch Ihren Patienten nicht gegenüber treten!“

„Kann ich nicht? Wäre doch schade, wenn ich das zu unserem Termin um 16 Uhr nicht mehr anhätte, oder?“

„Zu unserem Termin?“ fragt sie verunsichert…

„Ja, wir haben um 16 Uhr einen Termin – seien Sie pünktlich.“

„Meinst Du das gerade ernst?“

„Ja“

… und mit diesen Worten verlasse ich die Wohnung und fahre in die Praxis. Wir klären per WhatsApp, dass sie sich wünscht in diesem Modus gehalten zu werden, was ich ihr gerne erfülle. Ich schicke ihr immer wieder Voice Nachrichten, in der ich ihr deutlich mache, dass sie heute nicht viel zu sagen hat.

10 Minuten vor unserem Termin klingelt sie an der Tür. Ich mache kurz auf, kann sie jedoch nicht begrüßen, da ich noch im Gespräch bin. Es macht mich nervös zu wissen, dass sie wirklich im Wartezimmer sitzt. Ich verabschiede meinen Patienten und sehe sie dort sitzen. Unsere Blicken treffen sich und in mir regt sich alles.

„Guten Tag Frau B,, ich brauche noch einen Moment.“

„Hallo – ja, kein Problem.“

Ich verschwinde auf die Toilette und atme durch. Es ist irgendwie schwieriger als gedacht. Ich habe sie vermisst und würde sie am liebsten erstmal in die Arme schließen. Wir haben davor nicht abgesprochen, ob wir uns erstmal begrüßen oder direkt ins Rollenspiel einsteigen, dafür war das alles zu spontan. Ich atme nochmal tief durch und entscheide mich im Spiel zu bleiben.

„Wir können dann starten.“

Ich bitte sie mit einer Geste ins Zimmer und streiche ihr beim Reingehen leicht über den Rücken. Ich habe das Gefühl sie leicht zusammen zucken zu sehen, aber vielleicht habe ich mich auch getäuscht.

Ich biete ihr den Sessel für die Patienten an, indem sie sofort Platz nimmt. Sie schaut mich etwas verunsichert an. Ich grinse sie frech an.

„Wie geht es Ihnen denn heute, Frau B.?“

„Ganz okay.“

„Möchten Sie irgendwas bestimmtes besprechen?“

„Nicht wirklich.“

„Dann können wir beim Thema vom letzten Mal erneut ansetzen, es ging um Grenzen setzen, wenn Sie sich erinnern.“

„Was wollen wir denn da besprechen?“

„Naja, Sie sagten mir, dass es Ihnen recht schwer fällt sich gegenüber anderen Personen abzugrenzen, vor allem, wenn diese Ihnen nahekommen.“

„Ja, das stimmt schon. Das hat ja aber nichts mit uns hier zu tun.“

„Nicht?“ Ich ziehe eine Augenbraue hoch und schaue sie skeptisch an. „Na, dann machen wir doch mal eine…praktische Übung dazu.“

Sie schaut mich irritiert an… „Und wie soll das aussehen?“

Ich stehe auf, mache einen Schritt auf sie zu…Sie mustert verlegen mein Outfit…Ich komme ihr näher, stelle mich kurz vor sie, schiebe mein Knie zwischen ihre Beine und beuge mich über sie.

„Was wird das?“ fragt sie mich ziemlich empört.

„Sie wollten doch lernen sich abzugrenzen, dann versuchen Sie mal ihr Glück.“

Sie schaut mich weiterhin nur sprachlos an. Ich schiebe mein Knie in ihren Schritt, übe leichten Druck aus und nähere mich ihrem Mund.

Kurz bevor sich unsere Münder treffen, weiche ich zurück und setze mich wieder auf meinen Stuhl.

„Das hat ja nicht so gut geklappt, Frau B.“

Sie schaut mich weiterhin völlig entsetzt an… „Frau Sch., das können Sie doch nicht machen?!“

„Kann ich nicht? Haben Sie doch gesehen.“

„Ja…aber…das gehört sich nicht.“

Ich stehe wieder auf, begebe mich zurück in die Position und flüster ihr zu „Als würde es Sie stören, Frau B“.

„Ich…nein…“

Kaum hat sie diese Worte ausgesprochen, küsse ich sie das erste Mal, sodass ihr der Atem stockt. Meine Lippen lassen von ihren ab. Sie holt tief Luft und schaut mich erregt an. Ich stoße ihr mehrfach mein Knie in den Schritt und genieße ihr Aufstöhnen.

Ich stehe auf und deute ihr mit einem Finger, dass sie zu mir kommen soll, was sie widerstandslos macht. Ein kurzer Griff reicht um ihre Arme an die Wand zu drücken und mich mit meinem gesamten Gewicht ebenfalls gegen sie zu pressen. Ich küsse sie immer wieder, beiße ihr zwischenzeitlich in den Hals und flüster ihr ins Ohr, dass sie ihre Hose ausziehen soll.

„Hier? Jetzt sofort? Deine Kollegen sind da.“

„Ist mir egal, zieh die Hose aus!“

Sie kommt meiner Anweisung nach. Ich grinse vor mich her und drücke sie dann zurück in den Sessel. Mit einer sanften Bewegung spreize ich ihre Beine, sehe direkt wie feucht sie ist und knie mich vor sie. Mein Mund wandert ihr Bein entlang in einer Mischung aus Küssen und sanften Bissen. Ich schaue kurz zu ihr hoch, unsere Blicke treffen sich und ich sehe sie lächeln. Dann drücke ich meine Zunge zwischen ihr Beine und beginne damit ihre Clit zu umspielen. Ich weiß inzwischen genau, an welchen Punkten ich sie erregen kann. Ich will mir heute keine Zeit lassen und nutze mein Wissen aus. Meine Zunge umspielt sie mit schnellen Bewegungen und immer ansteigendem Druck. Ihre Hände liegen auf meinen Schultern, sie drückt mich immer näher an sich. Ich spüre wie ihre Arme leicht das Zittern beginnen, was mir zeigt, dass ich sie genau da habe, wo ich es wollte. Ich finde meinen Rhythmus und höre nicht auf meine Zunge gegen sie zu drücken… es dauerhaft nicht lange bis sie kommt. Ich merke, wie schwer es ihr fällt ruhig zu sein. Sie weiß aber genau, dass sie gerade keine Wahl hat.

Sie drückt mich leicht nach hinten, damit ich sie nicht nicht länger mit ihrer Lust quäle und atmet tief durch. Ich stehe auf und beuge mich vor, um ihr einen langen Kuss zu geben. Sie soll sich in meinem Mund selber schmecken.

„Das mit dem Abgrenzen hat dann wohl nicht so gut geklappt.“ sage ich schmunzelnd.

„Scheint wohl so.“

„Sie schmecken ziemlich gut, Frau B.“

Sie lächelt mich leicht an. „Das würde ich gerne von Ihnen auch behaupten, kann es aber bisher nicht beurteilen.“

„Das sollten wir wohl an einem anderen Termin nachholen. Meine nächste Patientin dürfte bereits warten.“

„Sollten wir das, ja?“

„Definitiv.“

Und mit diesem Wort verabschiede ich sie für heute.

 

 

 

Natürlich ist sie nach dieser Situation noch nicht gegangen, was für zukünftige Rollenspiele sicherlich eine Möglichkeit wäre. In dieser – für uns – ersten Situation war es mir wichtig, das Ganze mit ihr nach zu besprechen und gemeinsam zu schauen, was wir wie anders machen wollen. Ihr werdet sicherlich noch von anderen Situationen lesen, die sicherlich deutlich anders ablaufen werden, da wir beide noch viele Ideen haben, die wir besser vorbesprechen werden. 

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Eine Liebeserklärung an das Leben, an Sie und die Liebe selbst.

Heute wird es mal nicht um das Thema BDSM gehen, zumindest nicht im Vordergrund – irgendwie ist es trotzdem immer dabei, weil es einfach einen großen Teil in meinem Leben einnimmt. Es wird viel mehr um meinen Lebenswandel gehen, um eine Entwicklung, die ich selber nicht für möglich gehalten habe. Und es wird um Liebe gehen. Diese richtig kitschige Liebe. Wer hier also nur für den „Sexcontent“ herkommt, braucht nicht weiterlesen. 

 

 

Es ist jetzt bald 1,5 Jahre her, dass ich in eine depressive Phase gefallen bin. Mein Lieblingssatz in diesem Kontext ist „Wie kann man bitte als Psychologin in eine Depression fallen?!“ oder auch… „Wenn das Psychologen passiert, sind wir sowieso alle verloren.“. Und somit sind wir schon beim ersten Problem. Psychologen mit Depressionen (oder anderen psychischen Erkrankungen) werden stigmatisiert und zwar am laufenden Band. Ich weiß, dass das auch bei anderen Menschen der Fall ist, aber es ist einfach massiv anstrengend sich Hilfe suchen zu wollen und solche Sätze sogar von Kollegen zu hören. Ich muss mir hier Mühe geben nicht einen ewig langen Absatz über dieses Thema zu schreiben, das wird aber zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort passieren, da ich die Missstände in diesem Bereich erschreckend finde, vor allem da es ein riesiges Tabuthema ist. Kurzum – es war für mich anfangs unglaublich schwierig über das Thema zu sprechen. Auch heute habe ich noch das Gefühl mich direkt rechtfertigen zu müssen, wie es mir denn passieren konnte, dass es soweit gekommen ist. Letztendlich war es eine Verkettung verschiedener Situationen, die belastender waren als anfangs erwartet plus mein Talent länger zu funktionieren als es mir häufig gut tut.

Zumindest saß ich hier nun letztes Jahr und wusste nicht mehr weiter. Monatelang habe ich gefühlt nichts mehr machen können, weil mein Körper einfach nicht mehr wollte. Mein Kopf war leer, es gab keine Kraft mehr, keine Freude. Ich wollte nicht mehr. Ich fühlte mich alleine. Und vor allem hatte ich das Gefühl, dass es nicht mehr besser werden könnte. Mir ist durchaus bewusst, dass es keine therapeutische Form haben sollte, aber was mir damals extrem geholfen hat, war BDSM. Ich hatte das Gefühl mich zumindest in diesem Bereich wieder zu finden, für kurze Momente zu wissen wer ich bin und alles andere ausblenden zu können. Vor ungefähr einem Jahr traf ich dann N. zum ersten Mal. Ich besuchte ihn damals in Berlin bei seiner Familie und mir graute es vor diesem Treffen. Ich hatte Angst dem allen nicht gewachsen zu sein. 4 neue Personen kennenlernen, 2 davon Kinder – dabei kann ich doch nicht gut mit Kindern. Ich bin froh, dass er mich ermutigt hatte mich trotzdem zu fahren. Die nächsten Monate beschäftigte ich mich viel mit dem FemDom Bereich, mit meiner dominanten und sadistischen Ader. Ich lernte mich durch ihn nochmal ganz neu kennen und vor allem gewann ich wieder an Selbstbewusstsein. Parallel dazu entwickelt sich natürlich auch mein Leben und meine damalige Beziehung. Ich gestand mir meine polyamore Seite ein, auch wenn dieser aktuell ein ruhiger Bereich in meinem Leben ist. Das Auseinandersetzen mit diesen Themen stellte in dem Moment einen großen Teil meines Lebens dar und half mir viel wieder Freude zu finden, sodass ich dadurch auch Stück für Stück in anderen Bereichen wieder besser zurechtkam. Ich lernte viele neue Menschen kennen, Menschen mit ähnlichen (sexuellen) Vorlieben und sehr liebe, empathische Menschen, mit denen ich mich austauschen konnte. Die schlechten Tage wurden weniger. Sie waren nie ganz weg, aber sie wurden eindeutig weniger. Ich nutze die guten Tage, um mich zu reflektieren (eine Fähigkeit, die ich an mir sehr schätze, da ich mir sehr vieles gut selber erklären kann – dies auch mit anderen bespreche, um meine eigenen blinden Flecken aufzudecken und mit diesen zu arbeiten) und begann emotional aufzuarbeiten, was die letzten Jahre passiert war. Ich setzte mich das erste Mal mit meinen Ängsten auseinander – ich ließ sie zu, sie durften da sein, sie durften eine Zeit bleiben und gingen dann auch irgendwann wieder. Ich übte mich immer mehr im Aushalten anstatt zu vermeiden. Die Angst wurde besser, nicht gut – aber besser. Ich akzeptiere sie als einen Teil von mir und konnte dadurch mein Mitgefühl für mich selbst deutlich erhöhen anstatt mich für diese Gefühle abzuwerten.

Nichtsdestotrotz war ich weiterhin krank geschrieben und wusste noch nicht wirklich wie mein Leben weitergehen sollte. Ende Januar hat sich dann quasi alles geändert. Ich habe seitdem so viele Lebensentscheidungen für mich getroffen, wie schon lange nicht mehr und werfe einfach alles nochmal um.

Arbeit:

Ich habe nach langem Hin und Her und einer abgelehnten Wiedereingliederung entschlossen meinen Job zu kündigen. Diese Entscheidung fiel mir unglaublich schwer. Ich fühlte mich zwar an meinem Arbeitsplatz schon länger nicht mehr wohl, aber ohne Perspektive auf etwas Neues zu gehen ist für mich sehr schwierig. Ich habe mich trotzdem dafür entscheiden. Ich werde zum 01.07. arbeitslos sein und habe noch keine Ahnung, wie genau es dann weitergehen wird. Das Gefühl meine Kündigung zu schreiben und letztendlich wirklich abzuschicken, war eigenartig. Eine unbefristete Stelle in öffentlich Dienst aufgeben würden viele als schlichtweg dämlich bezeichnen. Aber sind wir ehrlich – was bringt mir eine noch so sichere Stelle, wenn ich dabei nicht glücklich bin? Wenn sie mich nicht fordert? Wenn sie mich eher zurückhält? Ich will nicht mein Leben mit so einer Stelle verbringen, wenn es doch so viele andere Möglichkeiten gibt.

Wohnsituation:

Gekoppelt mit diesem Job und meiner Weiterbildung hänge ich schon viel länger in Franken fest als es mir lieb ist. Ich fühle mich hier schlichtweg nicht wohl und bin auch nie wirklich angekommen. Die Menschen hier sind einfach…für mich persönlich schwierig. Ich finde mit den meisten keine Ebene, fühle mich hier allein und möchte woanders hin. Also habe ich mich entschieden zu gehen. Diesen Sommer bin ich weg. Wenn alles geklappt wie geplant, geht es in den Großraum Köln. Eine meiner liebsten Städte. Das Ganze heißt aber auch, dass ich aus meiner WG ausziehe. Wie manche von euch vielleicht wissen, lebe ich mit meinem Noch-Mann oder auch inzwischen bestem Freund zusammen. Es ist ein komisches Gefühl einen Menschen, mit dem man fast sechs Jahre zusammen wohnt bald nicht mehr täglich um sich zu haben. Und dazu kommen noch 500km, die uns trennen. Das wird für mich wirklich eine Herausforderung. Natürlich freue ich mich aber auch darauf, weil es für mich bedeutet, dass mein Leben nochmal eine andere Wendung nimmt.

Liebe/Beziehung:

Anfang des Jahres, um genau zu sein, Ende Januar habe ich das erste Mal Tamara (@TamyStinson) getroffen. Dieses Treffen hat mein gesamtes Leben absolut auf den Kopf gestellt. Wir haben bereits seit Anfang Dezember geschrieben und uns viel ausgetauscht. Bereits beim Schreiben habe ich gemerkt, dass ich mich ziemlich vermutlich in sie verlieben werde – wenn ich das nicht bereits beim Schreiben getan habe. Wir haben uns damals auf halber Strecke in einer AirBnB Wohnung für ein Wochenende getroffen. Ich werde den Moment als sie aus dem Auto ausstieg und auf mich zukam niemals vergessen. Während ich diese Sätze schreibe, läuft diese Szene wie ein Film in meinem Kopf ab. Dieser Moment, wo sich unsere Blicke das erste Mal getroffen haben… wie die Sekunden verstrichen bis sie direkt vor mir stand… wie sie mich zur Begrüßung in den Arm nimmt und das erste Mal ihren Geruch einatme. In diesem Moment wusste ich bereits, dass ich dieser Frau hoffnungslos verfallen werde. Das Wochenende war unglaublich schön. Von den Gesprächen über unseren ersten Kuss bis hin zu den Intimitäten. Sie schlief nachts in meinem Arm ein und wir wachten in genau dieser Position am nächsten Morgen wieder auf. Mir tat alles weh, aber es war mir egal. Ich wollte diese Frau einfach nur halten und nah bei mir wissen.

Der Abschied war… unglaublich schwer. Ich kann ehrlich gesagt nicht sagen, ob ich jemals emotional gelitten habe wie die ersten paar Tage nach dem Treffen. Mir tat alles weh und ich meine wirklich körperlich weh, weil sie mir so sehr gefehlt hat. Ich war irritiert. Ich kannte das nicht von mir. Ich habe zuvor niemals so für jemanden empfunden, nicht in dieser Intensität. Ich muss dazu sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch in einer Beziehung steckte (polyamor und so – ihr erinnert euch?), die davor schon nicht mehr sonderlich gut lief und dieses Ausmaß an Gefühlen mir recht schnell zeigte, dass ich das Ganze beenden muss, was ich auch einige Tage später tat. Ich muss offen zugeben, dass jeder Tag ohne sie für mich wie durch die Hölle gehen war. Ich weiß, dass das jetzt maßlos übertrieben klingt und ganz ehrlich – alleine beim Schreiben der Worte komme ich mir lächerlich vor, aber es fühlte sich schlichtweg so an. Und vor allem – es ging ihr ganz genauso. Wie machten also etwas völlig verrücktes und sie zog Mitte März hier ein. Mir ist bewusst, wie riskant das war. Es konnte absolut schief gehen, aber innerlich sagte mir mein Bauchgefühl einfach, dass es das einzige Richtige ist. Also tat ich es. Wenn ich eine Sache im letzten Jahr gelernt habe, dann ist es auf meinen Bauch zu hören.

Es sind seitdem fast zwei Monate gegangen und ganz ehrlich – ich habe keinen einzigen Tag diese Entscheidung bereut. Ich würde gerne meine Gefühle für diese Frau in Worte fassen, aber ich glaube nicht, dass es dafür Worte gibt. Ich habe in meinem Leben schon einige Beziehungen geführt. Davon vier relativ lange (3 Jahre und aufwärts) und ansonsten recht kurze zwischendurch. In jeder dieser Beziehungen habe ich einen Teil meines Glaubens an die Liebe verloren. Aufgrund meines Freundeskreises habe ich teilweise das gesamte Konzept der Liebe infrage gestellt. Ich war der Ansicht, dass man nicht alles, was einem wichtig ist in einem Mensch vereinen kann und an sich finde ich das auch überhaupt nicht wichtig. Mein PartnerIn muss nicht alle meine Interessen und Einstellungen teilen, solange gewisse Überschneidungen da sind, hat das meiner Ansicht nach ausgereicht. Ich habe mich allerdings häufig mit weniger zufrieden gegeben. Ich kannte meine Beziehungsmuster (ich suche mir häufig Menschen, die viel Unterstützung brauchen und ich grundsätzlich die Verantwortungsposition übernehme) und habe mich mit der Zeit damit abgefunden. Es hat mich zwar nicht vollkommen erfüllt, aber für mich war klar – so läuft das nun mal ab. Natürlich habe ich mich häufig selber infrage gestellt. Ich hatte das Gefühl ich sei zu kompliziert, zu anspruchsvoll, habe mich teilweise sogar für beziehungsunfähig gehalten. Und eine Sache war für mich ganz klar – ich wollte keine monogame Beziehung mehr führen.

Und dann kam diese Frau. Auf einmal ist alles anders. Ich fühle mich derzeit wie einem verdammt kitschigen Disney- oder Liebesfilm, die man schaut und sich immer denkt „Woah, es wäre so schön, wenn das Realität wäre und ich sowas erleben könnte.“. Und auf einmal erlebe ich GENAU DAS. Es gibt Tage da sitze ich da und frage mich, wie es das überhaupt geben kann, wie so etwas real sein kann.

Ich habe da auf einmal eine Frau an meiner Seite, bei der einfach alles passt. Egal welches Thema wir besprechen – unsere Einstellungen decken sich, sei es zur Zukunftsperspektive, zu Kindererziehung, zu Haushalts- und Wohnungsgestaltung oder oder oder… Unsere Interessen harmonieren absolut miteinander. Wir lieben die gleiche Musik und ich habe endlich einen Menschen gefunden, der Musik so spüren kann wie ich. Wir haben die gleichen Hobbies. Ohne dass wir je etwas absprechen mussten, läuft der Haushalt Hand in Hand. Jeder übernimmt an den richtigen Stellen Verantwortung und gibt sie an der passenden Stelle wieder ab. Und ganz ehrlich – ich hatte noch nie in meinem Leben ein so großartiges Sexleben. Ich kann mich fallen lassen, nahezu jedes Mal. (ich konnte meine Orgasmen durch andere Personen vor dieser Beziehung an einer Hand abzählen) Zum Thema BDSM ganz zu schweigen, da werdet ihr in den kommenden Einträgen noch einiges drüber lesen. Ich habe mich nie lieber an jemanden gebunden und in Ketten gelegt. Es fühlt sich einfach alles richtig an. Ich kann spüren, dass sie die Frau meines Lebens ist. Und irgendwo in mir ist ein Anteil, der mich selber belächelt. Jahrelang habe ich andere Menschen dafür belächelt, weil ich mir gar nicht vorstellen konnte, dass sowas emotional überhaupt möglich ist und jetzt sitze ich hier und denke mir „Wer es nicht kennt, wird das nicht verstehen können“.

Wenn es nach mir geht, würde ich am liebsten rund um die Uhr nur Zeit mit dieser Frau verbringen. Und ja – natürlich habe ich einen logischen Anteil, der mir sagt, dass das nicht gut und gesund ist, dass ich andere Kontakte brauche und ich mich nicht von einer Person so „abhängig“ machen sollte. Mein Bauchgefühl hingegen sagt, dass ich alles richtig mache und das natürlich nach hinten losgehen könnte, aber das aktuell alles egal ist.

Es fühlt sich mit ihr so verdammt leicht an. Einfach alles ist leicht geworden. Ich habe das Gefühl, dass ich mit ihr an meiner Seite alles erreichen kann. Ich bin seit Anfang des Jahres von der Psyche her stabil. Ich kann wieder einem geregelten Tagesablauf nachgehen. Und meine ganzen Entscheidungen bringen zwar viele Unsicherheiten mit sich, aber ich weiß genau, dass sich alles irgendwie finden wird. Ich habe endlich das Gefühl wieder ich zu sein – oder überhaupt erst ich zu werden. Ich fühle mich wohl (zumindest meistens) mit mir selber und genieße jeden Tag.

 

Fazit:

Das letzte Jahr hat mir nochmal deutlich gezeigt, dass ich die Kraft habe immer einen Weg zu finden und mich aus allem wieder rauskämpfen kann. Es lohnt sich diesen Weg zu gehen, es lohnt sich immer wieder Hoffnung zu haben, dann auch zu fallen und wieder aufzustehen. Ja, es ist schwer sich andauernd zu reflektieren, an sich zu arbeiten und negative Gefühle auszuhalten – aber das was sich daraus entwickelt, ist es absolut wert. Ich würde keinen einzigen Tag oder Moment eintauschen wollen. Wir straucheln alle – mal mehr und mal weniger – aber es gibt etwas, wofür es lohnt immer wieder weiterzumachen.

 

Keuschhaltung

Keuschhaltung bezeichnet eine sadomasochistische Sexualpraktik, bei der der eine Partner über den Orgasmus des anderen bestimmt und ihn gegebenenfalls über längere Zeit verweigert.

Sexueller Sadismus und sexuelle Dominanz beinhalten nicht nur die Präferenzen, anderen Schmerzen zuzufügen, sondern auch den Wunsch, das Lustempfinden anderer zu steuern. Daher kommt es insbesondere in TPE– und Femdom-Beziehung zur Keuschhaltung, die mit Peniskäfigen oder Keuschheitsgürteln unterstützt werden kann. Keuschhaltung bedeutet dabei Orgasmusverzicht, aber keine Abstinenz von sexuellen Anreizen. Vielmehr kann der Verzicht durch Tease and Denial noch zusätzlich gesteigert werden.“

Quelle: Wikipedia

 

Der @NikSput und ich führen bereits seit Mai 2018 eine wundervolle D-/S-Beziehung. Als ich ihn damals kennengelernt habe, sagte er mir von Anfang an, dass er sich eine dauerhafte Beziehung mit Keuschhaltung wünsche. Wir haben ein langes Gespräch darüber geführt aus welchen Gründen ihm dies wichtig sei und inwieweit ich mir das vorstellen kann.

Ich muss ehrlich sagen – ich war anfangs sehr skeptisch! Ich hatte wenig Erfahrung mit meiner dominanten und sadistischen Ader und noch weniger in (dauerhafter) Keuschhaltung. Ich hatte damit bereits mit einem anderen Sub gespielt, allerdings ging es dort eher darum für ein paar Tage Macht über seinen Orgasmus zu haben und ihm diesen nicht dauerhaft zu nehmen. Darüber hinaus war ich mir nicht sicher, ob ich wirklich bereit war diese Verantwortung zu übernehmen, ggf. sogar für immer.

Ich bin diesen Weg trotzdem gegangen. Der @NikSput hatte bereits im August seinen angepassten Keuschheitsgürtel da, den er begann einzutragen. Aufgrund einiger Umstände mit diesem Käfig hat er sich dann doch für einen anderen entschieden, den ich sogar deutlich schöner finde. Im Oktober 2018 war es dann so weit und wir haben die Schlüsselübergabe gemacht. Es war ein wunderschöner Moment, der mich sehr gerührt hat (dazu aber im FemDom Part 3 Beitrag später mehr). Und auf einmal hatte ich diesen Schlüssel in der Hand. Ein Schlüssel, der mir die gesamte Kontrolle über seinen – ich korrigiere inzwischen meinen – Penis gibt. Ich trage ihn sehr oft um den Hals und verwahre ihn ansonsten in einer kleinen Schachtel bei meinen Ketten. Natürlich besitzt er einen Ersatzschlüssel, welcher in einer kleinen Truhe verschlossen ist. Diese besitzt widerrum ein Einwegschloss, bei dem man sehen würde, wenn er es aufschneidet. Er hat den Schlüssel natürlich nur für Notfälle da und hat ihn bisher nie gebraucht.

Ihr fragt euch nun vielleicht wieso jemand dauerhaft keusch gehalten werden möchte. Wie N. selber sagt, geht es ihm darum nicht so fokussiert auf den Orgasmus zu sein und er hat für sich festgestellt, dass er dadurch selber deutlich besseren Sex hat als ohne. Mir gefällt darüber hinaus der Gedanke sehr gut dauerhaft jemanden an mich zu binden. Sein Orgasmus ist mir schlichtweg egal, da ich für gewöhnlich sowieso nicht mit meinen Spielpartnern schlafe. Es kommt natürlich ab und an mal vor, dass ihn aufschließe, wenn ich ihn beispielsweise im Intimbereich mit Wachs quäle oder ähnliches. Auf der anderen Seite macht es natürlich wahnsinnig Spaß ihm immer wieder bewusst zu machen, dass sein Orgasmus dauerhaft meiner Kontrolle unterliegt. In diesem Rahmen finde ich es wichtig anzumerken, dass N. verheiratet ist und seine Frau natürlich von unserer D-/S-Beziehung weiß und diese mehr als nur gut heißt. Auch sie findet die dauerhafte Keuschhaltung gut, was mir sehr wichtig war, da ich niemals mit meinem Spiel in eine Ehe funken würde.

Ich werde immer wieder gefragt (teilweise kommt es auch als Vorwurf), wie ich so bösartig sein kann jemanden dauerhaft keusch zu halten. Ich muss ehrlich sagen, dass ich das in keiner Art und Weise bösartig finde. Für N. und ich mich ist dieser Bereich etwas sehr positives, dass er sich sogar von mir gewünscht hat. Das heißt nicht, dass ich jeden Spielpartner dauerhaft keusch halten würde. Natürlich habe ich auch großen Spaß daran jemanden eine gewisse Zeit keusch zu halten, immer wieder zu teasen und um den Orgasmus betteln zu lassen. Wenn ich ganz ehrlich bin, finde ich das deutlich quälender für mein Gegenüber. N. weiß wenigstens, dass er keinen Orgasmus haben wird. Jemanden, der nur zeitweise verzichten muss, kann sich bei mir nie sicher sein für wie lange und wie ich das gestalte.

Natürlich macht er es mir auch sehr einfach. Das Thema ist…eigentlich kein Thema. Wir reden gar nicht so häufig darüber, es ist eher wie eine Selbstverständlichkeit zwischen uns. So wie andere Subs dauerhaft ihr Halsband tragen, trägt er nun mal seinen Keuschheitsgürtel.

 

Und wie stehe ich in meiner passiven Rolle zum Thema Keuschhaltung?

 

Ehrliche Antwort? Ich hasse es. Ich mache es trotzdem.

Ich habe eine recht schwierige sexuelle Vorgeschichte und habe meinen ersten Orgasmus erst mit Anfang 20 Jahren erlebt. Sex war jahrelang für mich nur Mittel zum Zweck, damit mein Gegenüber zufrieden ist und ich habe dadurch nicht gelernt mich fallen lassen zu können. Ich habe dadurch erst spät begonnen durch Selbstbefriedigung Kontrolle abzugeben. Im sexuellen Kontakt mit anderen Personen ist es deutlich schwieriger für mich. Die Keuschhaltung fühlt sich dadurch für mich oft so an als würde ich etwas abgeben, dass ich mir jahrelang erarbeitet habe und dieses Privileg gebe ich nur sehr wenigen. Eigentlich nur einer Person derzeit.

Meine jetzige Partnerin hat es geschafft, dass ich mich im sexuellen Kontext nahezu immer fallen lassen kann (was ich niemals für möglich gehalten habe), sodass es mir inzwischen leichter fällt Keuschhaltung und auch Orgasmuskontrolle zuzulassen. Wir arbeiten uns derzeit langsam an dieses Thema heran. Bisher liegt mein Maximum an Keuschhaltung bei 10 Tagen und das war für mich verdammt hart. Noch schwieriger wird es, wenn ich zwischendurch immer wieder erregt werde. Ich neige dazu in einen extremen Trotz zu verfallen und dadurch teilweise sogar das Spiel abbrechen zu müssen. Ich glaube allerdings, dass der Bereich noch ein großes Potenzial bietet und ich freue mich darauf euch in ein paar Monaten mehr dazu berichten zu können.

Meine Form der Polyamorie.

Eine Definition vorweg:

Polyamorie oder Polyamory bezeichnet eine Form des Liebeslebens, der der man mehrere Partner liebt und zu jedem einzelnen eine Liebesbeziehung pflegt, wobei diese Tatsache allen Beteiligten bekannt ist und einvernehmlich gelebt wird. 

[Quelle Wikipedia]

Bitte bedenkt bei diesem Eintrag, dass eine MEINE Erfahrung mit Polyamorie ist und die Art, wie ICH diesen Bereich auslebe. Dementsprechend ist alles subjektiv – wie ihr eure Liebe auslebt, ist eure Sache.

Was Gefühle angeht, habe ich mich schon immer irgendwie anders gefühlt. Ich habe oft von Freunden gehört „Du kannst doch nicht in mehrere Personen verliebt sein, Sarah, das geht einfach nicht.“ Was macht man also, wenn man jung ist und dazu gehören möchte? Ganz einfach, es wird über solche Themen nicht mehr gesprochen. Ich habe also – der Norm entsprecht – monogame Beziehungen geführt, jahrelang. Wenn ich Menschen kennengelernt habe, bei denen ich spürte, dass sich Gefühle entwickeln, habe ich dies als kurze Schwärmerei eingeordnet und versucht diese Menschen nicht näher an mich heranzulassen. Das hat meistens auch irgendwie geklappt.

Die schwierigen Situationen kamen erst, als ich mich aufgrund von Verliebtheiten aus meinen monogamen Beziehungen befreite und im Nachhinein feststellte, dass ich die Person noch liebte. Wie erklärt man jemanden, der mit Polyamorie nichts anfangen kann (als hätte ich das damals schon…), dass man beide Personen mag? Das führte durchaus auch zu der ein oder anderen On-Off-Beziehung.

Ich hatte zwei prägende Beziehungen, die mich letztendlich zu meiner heutigen Beziehungsform geführt haben.

M.

Mit M. – mit dem ich bis heute verheiratet, aber getrennt lebend bin – habe ich fast 4,5 Jahre eine monogame Beziehung geführt. Sie war zumindest mehr oder weniger monogam, es gab gewisse Ausnahmen, die abgesprochen waren. In dieser Beziehung kam es immer wieder vor, dass ich mich verliebt habe und dieses Verliebtsein ging häufig über eine Schwärmerei von wenigen Wochen hinaus. Ich habe lange überlegt, wie ich damit umgehen soll und mich dieses Mal dafür entschieden mit ihm darüber zu sprechen. Ich habe ihm lange erklärt, dass meine Gefühle für andere Personen nichts an den Gefühlen zu ihm ändern und ich letztendlich diese nicht ausleben werde, da wir entschieden haben monogam zu leben. Ich habe ihm häufig sogar davon erzählt, wenn ich für jemanden anderes Gefühle entwickelt habe und dadurch dass er wusste, dass es irgendwann vorbeigeht, wenn ich es nicht auslebe, hat er sich geduldet. Mir war wohl schon deutlich früher bewusst, als ich es zugeben möchte, dass diese Art der Beziehung auf lange Sicht gesehen für mich nicht funktionieren würde. Allein, dass ich Impulse habe etwas auszuleben, diese unterdrücke und mein Gegenüber damit nur zurechtkommt, weil es irgendwann vorbeigeht, kann auf lange Sicht gesehen (meiner Meinung nach!) nicht gut gehen. Zusätzlich dazu hat mir der Bereich BDSM enorm gefehlt, sodass es irgendwann zu einer Trennung kam.

[Off-Topic: Was für uns beide absolut sinnvoll war, da wir beide nun Partnerinnen gefunden haben, die uns unglaublich gut tun und jeweils viel besser zu uns passen, als wir beide. Er ist heute mein bester Freund und ich seine beste Freundin – wie es sich entwickelt hat, fasziniert mich immer noch und lässt mich jedes Mal lächeln. Achja – um das Ganze noch zu sprengen: ich lebe also derzeit mit meinem Noch-Mann und meiner jetzigen Partnerin in einer Wohnung <3]

J.

J. hat vieles in meinem Leben verändert. Ich habe endlich wieder den Weg zum BDSM gefunden und durch die Möglichkeit mit anderen Personen zu spielen auch meine Polyamorie neu entdeckt. Seit letztem Mai habe ich einen festen Sub, den ich meinen Besitz nennen darf und mich – wie kann es bei mir auch anders sein – mit der Zeit angefangen habe zu verlieben. Ich würde behaupten, dass es eine ganz andere Liebe als in einer „normalen“ Beziehung ist. Aber eben trotzdem Liebe.

Auch in dieser Beziehung habe ich es wie meistens zuvor erlebt – ich habe mich relativ schnell verliebt (viele würden es vermutlich nur als „Schwärmerei“ bezeichnen), aber bei wenigen hat sich Liebe entwickelt. In dieser Zeit habe ich über Twitter durch die @FrauSeelenfuchs die @TamyStinson kennengelernt. Nachdem die Beziehung zu J. schon einige Zeit nicht mehr dem entsprach, was ich mir für uns gewünscht habe und ich aufgrund gewisser Differenzen keine Möglichkeiten gesehen habe eine neue Basis zu erarbeiten, kam es zur Trennung. Parallel dazu hatte ich bereits die beiden Mädels persönlich getroffen und eine Intensität an Gefühlen für Tamara entwickelt, die ich nicht für möglich gehalten habe.

Aktuelle Situation

Nun… in den letzten Monaten ist viel passiert und wie die meisten von euch wissen, sind Tamara und ich nun ein festes Paar (auch schon wieder 2,5 Monate – die Zeit fliegt!). Ihr fragt euch vermutlich, was nun mit der Polyamorie ist und wie diese aktuell eine Rolle spielt.

Ehrlich gesagt tut sie das derzeit sehr wenig. Ich bin absolut überwältigt von den Gefühlen, die ich für diese Frau habe, dass ich mir aktuell überhaupt nicht vorstellen kann, dass es jemanden anderes gibt. Und ich muss sagen, dass das auch erstmal so in Ordnung ist. Ich höre schon seit einiger Zeit mehr auf mein Bauchgefühl und es fühlt sich einfach richtig an.

Das heißt natürlich in keiner Art und Weise, dass sich das nicht irgendwann ändern kann. Das ist sowohl mir als auch ihr bewusst. Die Polyamorie war immer ein Teil von ihr, auch wenn ich ihn viele Jahre nicht offen gelebt habe. Darüber hinaus gibt es immer noch den @NikSput – für ihn haben sich meine Gefühle natürlich nicht geändert. Ich kann mir auch gar nicht vorstellen diesen Menschen jemals nicht mehr zu lieben, so viel wie er mir gibt und so wertvoll wie unsere Beziehung ist.

Vielleicht fragt ihr euch, was wir nun für eine Beziehungsform führen? Wir leben derzeit sexuell monogam. Im BDSM Bereich bin ich allerdings weiterhin offen aktiv. Es klingt etwas schwierig für Außenstehende, aber für uns klappt das.

Erzählt doch mal – wie steht ihr zur Polyamorie? Wie lebt ihr diese aus?

Leide für mich, Frau Keks.

Es ist jetzt gut 1,5 bis 2 Jahre her, dass ich die @chocokekskruemel auf Twitter kennengelernt habe und 2017 im Oktober endlich auch persönlich kennenlernen durfte. Wir verstanden uns auf der menschlichen Ebene von Anfang an ziemlich gut und unser Interesse für BDSM bauten wir im letzten Jahr unabhängig voneinander vermehrt aus. Als ich meine dominante Seite entdecke, war sie eine der Frauen, die mir sofort zum Bespielen in den Sinn kamen. Wir hatten diesbezüglich immer mal wieder scherzhaft geschrieben und vor einigen Monaten beschlossen, dass sie mit ihrem @AntiAlias4 für einen gemeinsamen Playpartybesuch herkommt. Anfang Februar war es endlich soweit und ich konnte sie nach sehr langer Zeit wieder in die Arme schließen. Nachdem wir gemütlich (und verdammt lecker!) Essen waren und uns bei den Beiden in der AirBnB Wohnung noch aufgehübscht haben, ging es auf meine Lieblingsparty.

Ich freute mich wahnsinnig den Beiden diese tolle Location zu zeigen und merkte direkt, dass sie ihnen schon beim ersten Rundgang gefiel. Wir setzten uns in den Barbereich, tranken noch in Ruhe etwas und dann haben Frau Keks und ich die Herren alleine gelassen…

…mein Lieblingsséparée war frei und ich freute mich unheimlich. Interessanterweise war ich kaum nervös, ich hatte Frau Keks davor einiges zu ihren Limits für den Abend gefragt und fühlte mich gut vorbereitet und wusste ihr Körper würde viel Potenzial zum Spielen bieten.

Ich setze mich in den Lederstuhl und stellte vor mir einen kleinen Hocker zum Knien und bat sie auf diesem mit dem Rücken zu mir Platz zu nehmen. Sanft streichelte ich ihren Rücken und die Arme bevor ich ihre schönen roten Haare begann zu flechten. Ich finde das bei langen Haaren einen wunderschönen Sessionbeginn, weil es unglaublich viel Verbindung schafft.

„Steh auf und entkleide Dich vollständig.“

Sie nickte nur kurz und stand einige Sekunden später bereits nackt vor mir. Wir schauten uns einen Moment einfach nur an, bevor ich sie das erste Mal an diesem Abend küsste. Und wow… die Frau kann küssen.

„Stell Dich ans Andreaskreuz mit dem Blick zu mir und schließ die Augen“

Ihr Anblick war wunderschön. Ich konnte in diesem Moment das erste Mal die Verbindung zwischen uns spüren und ich fühlte mich in meiner Rolle angekommen. Mir war ein sanfter Start wichtig und ich wechselte zwischen einer Feder und dem ClawMarker ab, um die ersten Reize zu setzen. Ich erkundete ihren Körper Stück für Stück und beobachtete bereits, an welchen Stellen sie mehr reagierte. Es folgte ein Wechsel zu meinen (geliebten) Catnails. Die spitzen Krallen tanzten über ihren Körper, ich genoss ihr leichtes Aufstöhnen und spielte mit dem Druck. Dieses Spiel setzte ich einige Minuten fort bevor ich sie anwies sich umzureden, um ihren Hintern die ersten Schläge zu setzen.

Ich nahm mir einige Zeit um ihren Hintern aufzuwärmen, ich hatte einige Pläne und wusste nicht, wie lange sie durchhalten würde. Der Flogger schlug in einem gleichmäßigen Takt über ihren Backen, die sie mir freudig entgegenstreckte. Ich musste grinsen und erhöhte die Geschwindigkeit. Zwischenzeitlich machte ich kurze Pause, um sie sanft zu streicheln…

…ich wechselte das Instrument und somit auch die Intensität. Ich weiß gar nicht mehr, was ich alles an ihr getestet habe, zumindest arbeitete ich mich zu den immer fieseren Werkzeugen vor. Zwischenzeitlich pausiere ich die Schläge und frage sie, ob sie mir vertraut. Sie nickt mir zu.

„Ich werde Dir mit dem nächsten Werkzeug nicht wehtun, aber es wird Dich aus der Fassung bringen.“

Ich sehe, wie sie sich leicht anspannt und gleichzeitig neugierig ist, was ich mit ihr vorhabe. Sie hört den ersten Knall und zuckt zusammen… Ihre Augen weiten sich kurz, ich spüre ihr Herzklopfen und den Anflug von Angst… Ich liebe die erste Reaktion auf den Elektrostab. Er verursacht an den meisten Körperstellen kaum Schmerzen, aber der Schock über das Geräusch und nicht zu wissen, wann die nächste Berührung kommt, treiben einen in den Wahnsinn. Ich führe dieses Spiel noch einige Zeit fort, bevor ich wieder zu den Schlägen wechsle…

Ich entschied mich für eine längere Einheit mit der Cat… Wunderschön, wie diese Frau sich leicht windet, aber immer wieder ihre Position wiederfindet und brav auf weitere Schläge wartet. Ihr Wechsel zwischen Stöhnen und Schmerzensschreie animierte mich weiter zu machen und sie langsam an ihre erste Grenze zu bringen. Ich steigerte erneut die Intensität, achte auf jede Reaktion von ihr, um sie zu fordern, jedoch nicht zu überfordern. Die letzten Schläge treffen sie deutlich… Ich lege die Cat weg und trete ganz nah an sie heran. Ich streichle ihren Körper und küsse ihren Rücken.

„Ist alles okay?“

Sie bejaht meine Frage. Ich lasse sie noch einen Moment durchatmen, bevor ich sie anweise sich zu mir umzudrehen. Ich beobachte sie für einen Augenblick…

…und hole dann die ersten Klammern. Ich beginne langsam mit 4 Holzklammern, zwei davon an jeder Brust. Ich merke schnell, dass sie diese gut aushalten kann. Ich lasse sie dort wo sie sind und bespiele mit der Gerte ihre Brüste. Ich will sie mehr leiden sehen, mir reicht es nicht aus. Ich ziehe die Klammern langsam wieder ab und tausche sie gegen meine geliebten Essstäbchen. Ich lasse sie entscheiden, wie fest ich sie zuziehe und muss freudig grinsen, wie spät sie stoppt. Sie hat mit denen keine Erfahrung und unterschätzt sie gewaltig. Ich drehe sie immer wieder und genieße ihren schmerzverzerrten Blick. Meine andere Hand fährt dabei zwischen ihre Beine und umspielt ihre Clit. Diese Mischung führe ich einige Zeit fort…

…bevor ich den Moment nutze, um ihr die Klammern wieder abzunehmen. Dieser Moment, wenn das Blut wieder in die Stelle fließt…sie ihren kurzen Schrei nicht unterdrücken kann… ich liebe diesen Moment. Meine Zunge berührt immer wieder ihre Nippel, was ihre Reaktion nur noch verstärkt.

„Dreh Dich wieder um“

Ich mag es, wie sie mir sofort gehorcht. Ich spüre ihre Hingabe. Ein wunderschönes Gefühl.

„Du kennst doch das wunderschöne Butterbrettchen, oder?“

Ich sehe eine Mischung aus Neugier und leichter Sorge in ihren Augen. Ich fahre mit dem glatten Holz über ihren Hintern, bevor ich das erste Mal zuschlage. Sie zuckt direkt zusammen, das Brettchen hat es in sich. Ich setze ein paar weitere Schläge…

„Können wir bitte eine Pause machen? Ich merke meinen Kreislauf.“

„Natürlich.“

Ich führe sie zu dem Lederstuhl, breite das Handtuch unter ihr aus und sie setzt sich einen Moment hin.

„Möchtest Du etwas trinken?“

„Ja, wäre wohl besser.“

Ich gehe ihr ein Glas Wasser holen, hocke mich danach neben sie und streichle ihre Beine. Ich lächel sie sanft  an. „Geht es Dir etwas besser?“ Sie nickt.

Wir entscheiden gemeinsam, dass dies der passende Zeitpunkt ist, um die erste Session für heute Abend zu beenden. Ich bedanke mich bei ihr für das entgegengebrachte Vertrauen und dass sie gut auf sich geachtet hat, ihre Grenzen gewahrt hat. Ich küsse sie ein letztes Mal.

 

 

Ein Kopfkino… oder ein Versprechen?

ACHTUNG – Dieses Kopfkino könnte triggern! 

 

Wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen und Du holst mich vom Auto ab. Du bist irritiert, dass ich nicht aussteige, sondern Dich bitte einzusteigen. Du setzt Dich neben mich und ich streiche Dir zur Begrüßung kurz über den Kopf. Wir fahren los ohne ein Wort zu sagen. Nachdem wir bereits eine halbe Stunde unterwegs sind, drehst Du Deinen Kopf zu mir und willst gerade zu einer Frage ansetzen.

„Wie la…“

„Sei still und warte ab“ zische ich Dir zu.

Kurze Zeit später kommen wir an einem Waldstück an. Du steigst zuerst aus, kommst auf die Fahrerseite und öffnest mir die Tür. Zum Aussteigen reichst Du mir die Hand. Ich nehme einen kleine Tasche mit Sachen aus dem Kofferraum und schaue Dich an „Du kannst schon mal den Weg in den Wald vorgehen“. Du wirkst immer verwirrter, was mir ein erneutes Grinsen entlockt.

Ich schaue Dir nach, wie Du bereits einige Meter in den Wald gelaufen bist. Du drehst Dich um, weil Du bemerkst, dass ich Dir nicht folge. Wenn Du wüsstest, denke ich mir und schon sehe ich, wie Dir ein Mann von hinten eine schwarze Maske über den Kopf zieht und Dich zwei weitere auf jeder Seite festhalten. Sie ziehen Dich mit sich und ich sehe, wie Du in leichte Panik verfällst. Natürlich weiß ich genau, wo sie Dich hinbringen und folge ihnen zu einer kleinen Holzhütte im Wald. Als ich ankomme, kniest Du bereits nackt auf allen vieren über einem kleinen Hocker. Deine Arme und Beine sind fixiert. Als ich gerade die Tür schließe, ergießt einer der Männer seinen Natursekt über Deinen Kopf und ich lache böse auf. Von Dir kommt ein unsicheres, kaum hörbares

„Miss?“

„Ja, mein Lieber – ich bin da, meine Verstärkung hast Du ja bereits kennengelernt.“

Ich gebe den anderen ein Zeichen, dass sie Dir die Maske abnehmen sollen und setze mich kurz vor Dich.

„Schau mich an!“

Du schaust mich zwar leicht verängstigt, aber mit einer gewissen Erregung in den Augen an.

„Heute erfülle ich Dir Deinen Wunsch nach Benutzung. Ich werde jetzt Deinen Hintern etwas warm machen, in der Zeit wirst Du den Dreien hier ihre Schwänze hart blasen.“

Ich stelle mich hinter Dich, streiche Dir erst langsam über den Hintern und hole dann zu den ersten Schlägen mit der flachen Hand aus. Während Du Dich bereits mit dem ersten Mann beschäftigst, schlage ich immer fester zu.

„Ich freue mich, dass Du meine Anweisungen befolgt hast und Deinen Plug trägst.“

Ich ziehe ihn aus Dir heraus und tausche ihn gegen einen deutlich Größeren ein. Ich höre Dich beim Einführen leicht aufstöhnen, was durch ein Würgegeräusch unterbrochen wird, als er Dir wieder in den Mund stößt.

Ich nehme mir den Lederriemen und schlage fest zu. Du zuckst kurz zusammen. „Wag es ja nicht einem der Herren wehzutun!“ weise ich Dich an und schlage immer wieder auf Deinen Hintern. Er färbt sich sehr schnell rot und ich merke, dass es Dir sichtlich schwer fällt vernünftig zu atmen. Ich gebe Dir eine kurze Pause, aber die Männer sind nicht so nett wie ich. Einer nach dem anderen gibt Dir einen Facefuck. Wenn ich nicht wüsste, wie sehr Du es genießt, hätte ich fast etwas Mitleid.

„Wollen wir langsam mal unsere Positionen tauschen?“

Sie nicken mir nur kurz zu. Ich nehme den Hocker unter Dir weg, sodass Du Dich mit den Armen abstützen musst. „Lass Deinen Arsch oben und leck mich“ weise ich Dich an, während ich mich breitbeinig vor Dich lege. Du wirst von den Männern nacheinander von hinten genommen. Du stöhnst zwischendurch immer wieder kurz auf, aber ich drücke Dich direkt wieder zwischen meine Beine. Es macht mich an, wie Du nacheinander von allen Dreien durchgenommen wirst und sie Deinen Körper genießen. Mit dem Letzten von ihnen komme ich gleichzeitig und bleibe danach noch einen Moment vor Dir liegen.

Ich ziehe mir kurz was über, bevor ich Dir wieder den Plug einführe. Ich verabschiede mich von den Jungs und lege Dir danach die Kondome vor’s Gesicht. „Ich weiß doch, wie gerne Du sie danach leer trinkst.“ Das lässt Du Dir nicht zweimal sagen und ich sehe, wie sehr Du es genießt.

Ich hole eine Flasche Wasser aus meiner Tasche sowie eine Kuscheldecke und ziehe Dich an mich.

Spielkiste – Nr. 4

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Bezeichnung: umgangssprachlich Nippelklemmen, die verschiedenen Arten haben natürlich nochmal genauere Begriffe, wie beispielsweise Mawa Klammern, Nippelspangen, Zugschlaufen etc.
Preiskategorie: Am günstigen sind wohl die Holzklammern (davon habe ich auch nochmal um die 30), die ihr im Bau- oder Supermarkt bekommt. Für meine Metallklammern habe ich allerdings auch nicht viel bezahlt, einen Teil habe ich von der BoundCon, da haben die 1 Euro pro Stück gekostet, andere sind widerrum von McHurt oder vom Peitschenhandel.
Schmerzgrad (subjektiv, Skala 0-10): Hängt sehr von der Art der Klammer sowie der Position ab. Ich persönliche vertrage Klammern (egal welcher Art) an den Brüsten seeeehr schlecht, also ich komme sehr schnell auf ein hohes Schmerzniveau, das sieht widerrum an den Labien ganz anders aus. Andere Stellen sind beispielsweise Oberarminnenseiten, Oberschenkelinnenseiten, Lippe, Ohrläppchen – aber eigentlich ist euer Phantasie keine Grenze gesetzt (natürlich immer anatomische Grenzen beachten).
Schmerzart: Ich würde es vermutlich als stechend und brennend bezeichnen.
Sub: Ich habe eine sehr große Hassliebe zu Klammern. Ich möchte sie zwar immer wieder testen, stoße aber sehr schnell an meine Grenzen, was ich selber schade finde.
Dom: Ich liebe Klammern! Ich spiele unglaublich gerne mit ihnen und die Personen, die sich von mir haben bespielen lassen, verfluchen mich regelmäßig dafür.
Empfehlung: Klammern kann man meiner Ansicht nach nie genug haben – gehören für mich zum Standardrepertoire.

Spielkiste – Nr. 3

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Also erstmal: FLAAAAAAAUSCH! 🙂

Bezeichnung: Man findet sie unter verschiedenen Bezeichnungen: Plug mit Fuchsschwanz, Foxtail etc.
Preiskategorie: Kommt immer drauf an, welche Qualität man haben möchte. Den Schwarzen habe ich mal im Angebot bei Eis.de gekauft – ich weiß nicht mehr teuer er war. Der Fuchsschwanz hat 59,95 Euro gekostet und ist hier zu finden.
Sub: Ich mag Plugs mit Fuchsschwänzen sehr gut. Normalerweise bin ich beim Petplay eher ein Typ Katze, aber da sind mir die Schwänze immer zu kurz, sodass ich auf den bräunlichen umgestiegen bin. Wenn ich stehe, reicht der bis knapp über den Boden (bin nur 1,59m). Ich habe ihn leider bisher erstaunlich selten genutzt, hoffe aber, dass er zukünftig öfter zum Einsatz kommt. Ich finde ihn vielfältig einsetzbar – ich trage ihn einfach sehr gerne, weil er gut aussieht und sich gut anfühlt. Natürlich aber auch um den Petplay-Bereich auszuleben und mich authentischer zu fühlen.
Dom: In diesem Bereich habe ich sie bisher gar nicht eingesetzt, habe aber auch weniger das Bedürfnis danach.
Empfehlung: Also den braunen Foxtail würde ich jederzeit wieder kaufen, den anderen nicht unbedingt. Es gibt diese natürlich auch mit anderen Plugs – ich mag nur Metall am liebsten.

Happy Birthday, Füchschen…

(Dies ist leider nur ein Kopfkino – würden uns keine 500km trennen, wäre das ihr Geburtstagsgeschenk)

…ich wollte Dich heute überraschen, immerhin hast Du Geburtstag. Du sitzt gerade auf der Couch als ich das Wohnzimmer betrete. Ich muss bei dem Gedanken, was ich gleich mit Dir vorhabe grinsen.

„Wieso grinst Du denn so?“

„Das wirst Du gleich sehen, mein Füchschen.“

Du schaust mich irritiert an. Ich strecke Dir meine Hand entgegen.

„Na komm!“

Du greifst sie etwas unsicher, aber ich sehe auch das Funkeln in Deinen Augen – diese Mischung aus Angst, Vorfreude und Lust. (Wie sehr ich diesen Ausdruck liebe!)

Ich führe Dich in das Schlafzimmer, wo ich Dir deutlich mache, dass Du Dich ausziehen und auf den Rücken legen sollst. Ich lege mich für einen Moment neben Dich und streichle Dir sanft über Deinen Körper…meine liebste Spielfläche…

Ich binde Dir eine Augenbinde um und lehne mich über Dich. Ich bedecke Deinen Hals mit sanften Küssen… „Ich weiß, dass Du Kerzen hasst, aber glaube mir…wir brauchen sie gerade..“ flüstere ich. Ich sehe Dir an, dass Du Dir einen Fluch gegen mich verkneifen musst, was mich nur noch glücklicher macht.

Ich mache eine Kerze und warte einen Moment ab, bis sich genug flüssiges Wachs gebildet hat. Neben mir liegen kleine Geburtstagskerzen, was Du natürlich noch nicht weißt. Ich tropfe einen Kreis auf Deinen Bauch und befestige darauf die kleinen Kerzen, bis sie stabil auf Dir halten. Ich stelle ein Yes-Törtchen in die Mitte und zünde die Geburtstagskerzen an… direkt danach nehme ich Dir die Augenbinde ab. Du brauchst einen Moment bis Du Dich wieder an das Licht gewöhnt hast.

„Happy Birthday, meine Kleine!“

Du schaust an Dir herab und ich sehe das Strahlen in Deinen Augen. Mehr wollte ich nicht. Nur dieses Strahlen sehen.

„Dann versuch mal die Kerzen auszupusten, wenn Du das schaffst, darfst Du dir für unsere restliche Zeit, was wünschen…“

Du gibst Dir größte Mühe, aber Du bekommst einfach nicht alle aus. Die unterste Kerze ist einfach zu weit entfernt. „Ich will heute mal nicht so sein“ und puste sie selber aus. „Sag mir, was Du gerne haben möchtest?“

„Den Lederriemen“ antwortest Du ohne zu zögern.

Ich muss grinsen. Ich nehme das Törtchen von Deinem Bauch, lasse Dich ein Stück davon beißen und mit einer leichten Kopfbewegung meinerseits ist Dir bereits bewusst, dass Du Dich umdrehen sollst.

Ich betrachte Dich eine Weile, wie Du vor mir liegst…

Ich beginne Deinen Hintern mit meinen Händen zu kneten und Dir die ersten Schläge zum Aufwärmen zu setzen, halte mich aber kurz…

„Bist Du bereit?“

„Ja.“

„Gut…“

Ich fange an Deinen Hintern zu bearbeiten, erstmal mit leichten Schlägen… Ich liebe es, wenn sich Dein Hintern Stück für Stück rot färbt… Die ersten schmerzhafteren Schläge folgen. Der Riemen zeichnet sich deutlich auf Deinem Hintern ab. Ich fahre mit dem Zeigefinger die Kontur nach, bevor ich weitermache. Ich treffe Dich mit immer härteren Schlägen. Du atmest schwerer, schreist leicht auf. Da ist es ja, mein Wimmerfüchschen.

Ich genieße Deinen Schmerz, der sich mit Lust paart. Ich lasse meine Finger zwischen Deine Beine gleiten.. Oh, und wie viel Lust Dir das bereitet.. Ich werfe den Riemen aufs Bett und rolle Dich herum.. Ich will Dich stöhnen hören und suche mir meinen Weg zurück zu Deiner Clit… Ich spüre wie erregt Du bist. Heute will ich Dir nur gut tun.. nichts hinauszögern oder dich quälen.. meine Finger finden ihren Rhythmus, werden leicht schneller bis Du unter lautem Stöhnen kommst.

Du zittert leicht, ich nehme Dich in den Arm und genieße Deine Nähe.

„Kleines?“

„Ja?“

„Du hattest vor einiger Zeit einen Wunsch geäußert“.. mit diesen Worten lege ich ihr ein kleine Paket hin..

„Pack es aus…dann geht es in die nächste Runde.“

FemDom – eine Entwicklung

Nach meiner ersten – für mich nicht so ganz zufriedenstellenden – Session als FemDom war ich verunsichert, ob ich mich in diesem Bereich überhaupt weiter ausprobieren will. Mein Besuch im Mai letzten Jahres bei @NikSput sollte alles verändern. Wir hatten vor diesem Treffen schon einige Monate geschrieben und ich wusste bereits, dass er eine sehr devote Ader hatte und auch gerne keusch gehalten wird. Ich war vor dem Treffen sehr nervös, da ich nicht nur auf ihn, sondern auch direkt auf seine Frau und Kinder treffen sollte. Wir besprachen, dass ich erst ankomme, nachdem die Kinder im Bett waren, damit ich nicht gleich komplett überfordert bin.

Der Abend wurde sehr positiv – seine Frau, er und ich hatten wunderbare Gespräche und ich lernte ihn und seine Einstellung zu BDSM langsam kennen. Wir unterhielten uns auch lange über das Thema Keuschheit, wieso ihm dies wichtig ist und wie er sich den Umgang damit zukünftig vorstellt. Ich blieb über Nacht und eigentlich passierte gar nicht viel. Wir kuschelten und knutschten rum, aber irgendwann im Laufe der Zeit bei ihm entstand eine Verbindung, die ich nicht erwartet hatte. Ich vertraute ihm sehr schnell und fühlte mich sehr wohl. So wohl, dass ich zwei Tage später (ich war in Berlin noch mit anderen Personen verabredet) nochmal zu ihm fuhr, bevor es nach Hause ging. Ich hatte das Bedürfnis ihn nochmal zu sehen.

Die Wochen danach waren interessant, wir schrieben täglich (bis heute <3) und tauschten uns aus, welche Vorstellungen wir haben und wir uns gemeinsam eine D/S-Beziehung vorstellen konnten. N. wusste ziemlich genau, was er wollte, was ihn erregt und wie er sich Belohnung sowie Strafen vorstellen kann. Er schrieb mir Listen mit möglichen Aufgaben, Phantasien, die er hat und ich muss zugeben, dass ich schlichtweg überfordert war. Ich fragte mich immer wieder, was jemand wie er mit mir wollte. Ich meine das gar nicht im Sinne, dass ich mich nicht gut genug für ihn fühlte. Aber ich hatte quasi null Erfahrung in diesem Bereich und er war sich von Anfang an so sicher, dass ich die Richtige für ihn bin. Ich ließ mich auf das Abenteuer ein, keine Ahnung, wo es mich hinführen wird, aber ich wollte Neues kennenlernen.

Unser nächstes Treffen war für Juli angesetzt. Er wollte mich von Donnerstag bis Montag besuchen und wir hatten geplant am Samstag auf meine Lieblingsplayparty im Bunker zu gehen. Zu dem damaligen Zeitpunkt ging es mir aufgrund meiner depressiven Episode nicht sonderlich gut und ich hatte wahnsinnige Angst ihn zu enttäuschen. Ich neige dazu die perfekte Gastgeberin zu sein und in diesem Fall waren andere Maßstäbe als sonst gesetzt. Er betonte im Vorfeld mehrfach, dass er keine Erwartungen an das Wochenende hatte und schrieb mir immer wieder, dass er mir nur gut tun will. Leider änderte das nichts an meinen eigenen Ansprüchen, auch wenn ich versuchte mir bewusst zu machen, dass ich es ruhig angehen lassen kann.

Und so kam er schließlich an besagtem Donnerstag an und stand nach zwei Monaten sowie etlichen sehr intimen Gesprächen wieder vor mir. Wir nahmen uns lange in den Arm und fuhren danach zu mir. Ich zeigte ihm meine WG und einige Zeit später kam J., mein Partner und Dom zu Besuch, damit die Beiden sich auch kennenlernen konnten. Den Abend verbrachten wir in einer lustigen Kombination: Mein Noch-Mann, mein Partner und mein Sub saßen mit mir an einem Tisch und wir quatschen und tranken Cuba Libre ❤ Weder an diesem noch am nächsten Tag spielten wir miteinander. Wir verbrachten einfach nur Zeit zusammen, quatschten und konnten jede Minute zusammen genießen. Mein schlechtes Gewissen machte sich immer weniger bemerkbar.

Am Samstag war es soweit und wir gingen in den Bunker. Ich freute mich wahnsinnig N. meine Lieblingslocation zu zeigen. Nach dem Umziehen machten wir also erstmal einen Rundgang durch den Bunker. Ich konnte N.’s Augen hier und da funkeln sehen, an anderen Stellen hingegen schluckte er eher schwer. Wir tranken in Ruhe etwas und begaben uns dann sehr bald in die Ecke, in der auch ich meine erste Session erlebt habe. J. wies N. an sich in die Ecke zu knien, da er zunächst mich bespielen wollte. Ich stand also am Andreaskreuz in einer irgendwie bekannten und doch neuen Situation. Er wärmte mich langsam auf und ging zu härteren Schlaginstrumenten über, aber egal wie sehr ich versuchte mich dem Moment achtsam hinzugeben, es wollte nicht funktionieren. Ich bat ihn darum die Session erstmal abzubrechen und wir entschieden gemeinsam erstmal N. zu bespielen. Also wurden die Positionen getauscht und ich begann ihn aufzuwärmen. Ich war nervös, wir hatten davor noch nicht miteinander gespielt – aber die Anwesenheit von J. gab mir die nötige Sicherheit, um mich darauf einzulassen. Ich ging zu den nächsten Schlaginstrumenten über und fragte N. zwischendurch immer mal wieder nach Feedback. Ich konnte das Schmerzniveau für ihn noch nicht gut abschätzen und war positiv überrascht, wie viel er aushielt. J. und ich begannen uns abzuwechseln. Er zeigte mir, wie ich gewisse Schläge setzen konnte, um mehr Schmerz mit weniger Energie zu erzeugen. Ich war eine gute Schülerin, ich wurde schnell besser. Wir grinsten uns immer wieder an. Ich liebe die Momente, wenn wir gemeinsam unseren Sadismus ausleben. Die „heftigen“ Werkzeuge überließ ich dann doch lieber ihm, die wollte ich im ruhigen Rahmen zu Hause nochmal üben. Je mehr ich N. leiden sah, desto größer wurde mein eigenes Bedürfnis nach Schmerz. Er hatte also genau das getan, was er wollte. Er tat mir gut. Wir beendeten die Session mit ihm und der restliche Abend wurde mir gewidmet.

Am Tag danach ging mir der Abend immer wieder durch den Kopf. Ich war zufrieden mit mir und hatte das Gefühl mit seit meiner ersten FemDom Session deutlich gesteigert zu haben. Es gab mir das nötige Selbstbewusstsein ihn am Montag vor der Abfahrt nochmal alleine zu bespielen. Und diesmal wollte ich etwas mehr an seine Grenzen gehen, bevor ich ihn für eine ungewisse Zeit nicht mehr sehen würde.

Er kniete vor mir auf dem Bett. Ich warnte ihn noch mit süßlicher Stimme vor „Du wirst heute das erste Mal bei mir Deine Grenzen spüren.“ und begann bereits dabei ihn aufzuwärmen. Ich steigerte mich schnell, sogar schneller als ursprünglich erwartet und genoss seine Reaktion auf jeden härteren Schlag. Ich hörte ihn immer wieder aufstöhnen und keuchen. Allein zu wissen und zu spüren, dass er für mich Schmerzen aushält, kickte mich immer weiter. Er sollte seinen Hintern einige Tage merken – ich wollte, dass er mich spüren kann. Also setze ich zum ersten Mal einen Gummistriemer ein. Für uns beide eine großartige Premiere. Jeder Treffer zeichnete sich direkt in rot auf seinem Hintern ab. Ich spürte, wie ich ihn an seine Grenze trieb. Die letzten Schläge ließ ich ihn mitzählen. Ich legte mich zu ihm auf das Bett und grinste ihn an. Sein Strahlen war nicht geringer als meins, was mir Bestätigung genug war.

Das Wochenende mit ihm ging mir noch einige Wochen nach. Seine entspannte Art gab mir in der gemeinsamen Zeit die Ruhe, die ich benötigte, um mich auf unsere Ebene einzulassen. Nach den Tagen mit ihm war ich mir sicher, dass ich auch eine sadistische Ader habe und dass ich sie mit ihm ausleben möchte. Ich hatte keine Angst mehr vor diesem Weg, sondern war gespannt, wohin er mich führen würde. Mein Bedürfnis diese Seite von mir kennenzulernen und mich ganz neu zu erfinden wuchs immer weiter an. Dies hat sich bis heute nicht verändert, aber ich fühle mich deutlich gefestigter, in dem was ich kann und will – aber dazu in einem anderen Beitrag mehr.